Navis im Vergleich und Test
Alles, was Sie zum Thema Navis wissen müssen
Navigationsgeräte erleichtern den Alltag des Autofahrers erheblich. Der gute alte Falk-Faltplan hat schon lange ausgedient. Im Vergleich sind moderne Navis deutlich komfortabler. Die meisten Autofahrer haben solch ein kleines Navigationsgerät mit Touchscreen an der Scheibe kleben, oder mittlerweile sogar ihr Smartphone. Die besten Navigationsgeräte im Test {YEAR} und den Testsieger {YEAR} finden Sie auf eTest.de. Über unseren Preisvergleich können Sie ihr Wunschmodell direkt kaufen. Zunächst sollten Sie aber den Testbericht lesen.
Arten von Navigationsgeräten
Es gibt verschiedene Arten von Navigationsgeräten für unterschiedliche Einsatzzwecke. Am verbreitetesten sind die tragbaren Navigationsgeräte für das Auto, es gibt aber auch spezielle Navis für das Motorrad, Outdoor-Navis für Wanderer und Abenteurer, Fahrradnavis und Navi-Apps für das Smartphone. Im Vergleich sind die tragbaren Autonavis derzeit die günstigsten. Navigationsgeräte kommen natürlich auch in der Luft- und Seefahrt zum Einsatz. Diese Einsatzgebiete klammern wir aber an dieser Stelle großzügig aus. Welches das beste Navi für Sie ist, das kommt vor allem auf den Einsatzzweck an.
Navigation im Auto
Im Auto navigiert man wahlweise mit einem portablen Navigationsgerät, auch ‚Plug & Play Navi‘ genannt, einem Festeinbau-Navi oder einer Navi-App für das Smartphone.
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Früher noch mit Knöpfen, heute mit Touchscreen: Ein frühes Garmin-Navi (Foto: Garmin) |
Plug & Play Navis
Die beliebteste Form der Navigation im Auto sind nach wie portable Navigationsgeräte, die mit einer temporären Halterung meist an der Windschutzscheibe befestigt werden. Zahlreiche Hersteller wie TomTom, Garmin, Becker oder Falk haben sich auf diese Form der Navigation spezialisiert und bauen sehr gute Navis. Neben diesen großen vier gibt es weitere Hersteller, die oft das ein oder andere günstige Navi anbieten, die aber qualitativ oft nicht mithalten können. Dies sind z.B. der Aldi-Zulieferer Medion, der besonders günstige Anbieter A-Rival oder auch Mio. In der Anfangszeit der portablen Navis gab es auch Geräte des deutschen Traditionsunternehmens Blaupunkt. Navigon wiederum gehörte lange Zeit zu den erfolgreichsten und auch besten Herstellern im Bereich portabler Navigationsgeräte, bis die Firma vom Weltmarktführer Garmin 2011 übernommen wurde. Seither gibt es kaum mehr neue Navigon-Modelle, einzelne Techniken finden sich aber in den Garmin-Navis wieder.
Da besonders Garmin und TomTom viel in die Weiterentwicklung von Navi-Techniken investieren, sind die portablen Navis ihren fest eingebauten Kollegen technisch meist voraus. Das beste Navi im Test ist so meist ein portables. Die Testsieger kommen meist von den Firmen Becker, Garmin oder TomTom. Dafür sind sie natürlich nicht so gut ins Interieur integriert. Viele Hersteller festeingebauter Navis und auch die Werksnavis der Autohersteller greifen auf Software von TomTom oder Garmin zurück. Dennoch können die portablen Navis meist deutlich mehr als die Festeinbauten. Zudem sind sie günstiger. Ein sehr gutes portables Navi bekommt man derzeit schon für etwa 150 Euro. Wen Sie ein günstiges Navi suchen, schauen Sie in unserem Preisvergleich. Dort finden Sie aber nur Neugeräte, gebrauchte Navis bieten wir leider nicht. Welches das beste Navi ist, sehen Sie in unserer Bestenliste oben auf dieser Seite.
Festeinbau-Navis
Festeinbauten sind nicht nur bei den Automobilherstellern ab Werk verfügbar, es gibt auch Hersteller, wie Kenwood, Zenec oder Pioneer, die Modelle zum nachträglichen Einbau anbieten. Oft sind diese schon individuell an einzelne Fahrzeugtypen angepasst, deutlich günstiger und bieten einen fast ebenbürtigen Funktionsumfang. Allerdings sind Werksnavis natürlich besser ins Gesamt-Ökosystem eines Autos integriert. Doch auch die nachträglichen Festeinbauten überschreiten preislich meist deutlich das Niveau eines portablen Navis. Dafür bieten sie meist auch umfangreiche Multimedia-Funktionen, die nicht zum Kerngeschäft der portablen Navis gehören. Umgekehrt ist die Navigationssoftware bei Festeinbauten oft deutlich schlechter oder hat zumindest einen geringeren Funktionsumfang als bei einem Plug & Play Navi. Das zeigt sich immer wieder in Testberichten.
Navi-Apps
Navi-Apps gibt es sowohl von spezialisierten Anbietern, als auch von den etablierten Navi-Herstellern TomTom, Navigon und Falk. Letztere überzeugen im Test am meisten, kosten aber auch bis zu 100 Euro. Dafür bekommt man fast den vollen Funktionsumfang eines aktuellen portablen Navigationssystems. Es gibt aber z.B. auch kostenlose Lösungen wie Google Maps, die aber nur rudimentäre Funktionen bieten. Auf Nokias Lumia-Smartphones ist der kostenlose hauseigene Dienst HERE Maps bzw. HERE Drive installiert, der zumindest mit Einsteiger-Navis mithalten kann.
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Ein Motorrad-Navi aus dem Hause Garmin (Foto: Garmin) |
Motorrad-Navis
Für Motorradfahrer gibt es spezielle Navigationssysteme, die oft generell einen etwas abgespeckten Funktionsumfang haben, dafür aber eine spezielle Lenkerhalterung mitbringen. Die Fahranweisungen werden meist per Bluetooth an ein Helm-Headset gesendet. Die Geräte sind zudem normalerweise wasserdicht. Einige Hersteller integrieren außerdem spezielle Motorradfunktionen. Mit einer zweiten Halterung lassen sich Motorrad-Navis normalerweise auch im Auto nutzen. Sie sind ebenfalls etwas teurer als normale Plug & Play Navis.
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Outdoor-Navis kommen auch in extremen Gefilden zum Einsatz (Foto: Garmin) |
Outdoor-Navis
Outdoor-Navis sind eine besondere Form der Navigationsgeräte und gänzlich anders gebaut und mit anderer Software ausgestattet als normale Straßennavis. Sie dienen zur Navigation im Gelände und in der Wildnis abseits befestigter Straßen. Dafür sind sie idealerweise sehr robust und mit besonderem Kartenmaterial ausgestattet, das unterschiedlich detailliert und in verschiedenen Maßstäben erhältlich ist. Aufgrund des vergleichsweise hohen Preises sowohl der Geräte selbst als auch des Kartenmaterials taugen Outdoor-Navis eigentlich nur für Profi-Abenteurer.
Fahrrad-Navis
Eine relativ junge und noch seltene Gattung der Navigationsgeräte sind die Fahrrad-Navis, die mit speziellem Kartenmaterial für Fahrräder ausgestattet sind, das neben den Straßen auch Fahrradwege enthält. Zum Teil enthalten aber auch Outdoor-Navis spezielle Karten und Funktionen für Fahrradfahrer. Außerdem gibt es spezielle Smartphone-Apps für Biker.
Typische Ausstattungsmerkmale
Straßen-Navis unterscheiden sich in ihrer Ausstattung heutzutage nur wenig. Typische Ausstattungsmerkmale haben wir für Sie hier zusammengefasst.
Kartenmaterial
Sowohl Plug & Play als auch Einbaunavis gibt es mit unterschiedlichem Kartenmaterial. Bei teureren Modellen sind Karten für ganz Europa Standard, bei günstigen Navigationsgeräten konzentrieren sich die Hersteller meist auf West- oder Zentraleuropa. Dann fehlen oft skandinavische Länder oder Portugal. Navis, die nur mit Karten für Deutschland, Österreich und die Schweiz (DACH) ausgerüstet sind, sind mittlerweile selten geworden. Bei der Fahrt in den Urlaub sollte man aber auch beachten, dass das Kartenmaterial gerade in Osteuropa nicht immer jede Straße abdeckt. Bei Navi-Apps kann man oft auch einzelne Länder buchen. Immer mehr Hersteller bieten mittlerweile lebenslang kostenlose Kartenupdates, die im Kaufpreis inbegriffen sind. Das spart auf die Dauer Geld, besonders wenn man sein Navi langfristig nutzen und auf aktuelles Kartenmaterial nicht verzichten will. Die besten Navis im Test {YEAR} bieten normalerweise Kartenmaterial für Gesamt-Europa. Wegen des veralteten Kartenmaterials, desen Update zusätzlich kostet, lohnen sich gebrauchte Navigationssysteme oftmals nicht, sofern sie keine Kartenupdategarantie mitbringen.
Fahrspurassistent
Zur Standard-Ausstattung eines modernen Navis gehört mittlerweile der Fahrspurassistent. Dabei handelt es sich um eine spezielle Ansicht, die an Kreuzungen oder mehrspurigen Abbiegungen eingeblendet wird. Auf dieser sind die Spuren der Straße zu sehen, wobei die Spur, in die sich der Fahrer idealerweise einordnet, markiert ist. Viele Hersteller bieten mittlerweile einen animierten Fahrspurassistenten, der quasi mit fährt. Eine besondere Form des Fahrspurassistenten sind die sogenannten ‚Signposts‘, das sind Autobahnschilder, die als Orientierung originalgetreu auf dem Display angezeigt werden. Testberichte loben besonders den Fahrspurassistenten aus dem Hause Garmin, der von Navigon übernommen wurde.
Staumelder & Blitzerwarner
Staumelder gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und mit unterschiedlicher Genauigkeit. Der einfachste Staumelder ist TMC, der über die UKW-Frequenzen der öffentlich-rechtlichen Radiosender empfangen wird. Die Staumeldungen stammen dabei von der Polizei oder festen Messstellen und decken vor allem größere Behinderungen auf Autobahnen ab. Den täglichen Wahn in der morgendlichen Rush Hour entkommt man damit nicht. Etwas genauer ist Navteq Traffic, ehemals auch als TMCpro bekannt. Es handelt sich dabei um einen kostenpflichtigen Dienst, dessen Gebühren aber normalerweise mit dem Kaufpreis des Navis entrichtet werden. Navteq Traffic verfügt über eigene zusätzliche Sensoren an Autobahnen und greift auch auf die Bewegungsdaten einer geringen Anzahl von Autos zurück. Am genauesten sind aber die herstellereigenen Dienste Garmin Live Traffic und TomTom HD Traffic, mittlerweile bekannt unter dem Namen TomTom Traffic, die auf Bewegungsdaten vieler Handynutzer zurückgreifen können. So werden auch kleinere Staus berücksichtigt. Blitzerwarner befinden sich in Deutschland in einer rechtlichen Grauzone. Einige Navi-Hersteller bieten aber dennoch entsprechende Datenbänke, die meist nur fest installierte Blitzer abdecken.
Tageszeitabhängige Routen
Tageszeitabhängige Routen haben je nach Hersteller unterschiedliche Namen, bei TomTom heißt diese Technik beispielsweise IQ-Routes. Sie ist bei den meisten Navis der größeren Hersteller auch schon Standard. Dabei handelt es sich wie der Name schon sagt um Software, die Routen je nach Tageszeit unterschiedlich ausgibt. Dazu werden historische Verkehrsdaten mit einbezogen. Dadurch kann das Navi das Verkehrsaufkommen vieler Straßen je nach Tageszeit einschätzen und führt beispielsweise in der morgendlichen Rush Hour am Stau vorbei.
3D-Karten
Einige Navis bieten unterschiedliche Arten dreidimensionaler Darstellungen bei der Navigation an. So wird etwa das Höhenprofil dargestellt. Teilweise gibt es sogar schon Kartenmaterial mit dreidimensionalen Modellen markanter Gebäude, die bei der Fahrt die Orientierung erleichtern.
Text-To-Speech
Text-To-Speech sollte mittlerweile bei jedem guten Navi zur Grundausstattung gehören. Die Sprachausgabe kann mit dieser Software Straßennamen aussprechen, sagt also nicht nur „Biegen Sie bitte links ab“, sondern etwa „Biegen Sie bitte Links ab in die Humboldtstraße“.
Internetbasierte Services
Vor ein paar Jahren kamen Online-Services in Mode. Besonders Navigon setzte auf eigene SIM-Karten in seinen Geräten, die beispielsweise online freie Parkplätze oder Restaurantempfehlungen abrufen konnten. Auch TomTom hatte eine Zeitlang so genannte Live-Services im Angebot. Davon sind aber nur TomToms HD-Traffic, mittlerweile bekannt als TomTom Traffic, Staumeldungen geblieben. Diese werden mittlerweile oft per Bluetooth-Verbindung über das Handy abgerufen.
Halterung
Jedes Plug & Play Auto-Navi bringt ab Werk eine Halterung mit, die meist an der Windschutzscheibe mit einem Saugnapf befestigt wird, oft aber z.B. auch am Armaturenbrett montiert werden kann. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen aktiven und passiven Halterungen. Aktivhalter haben den Vorteil, dass alle notwendigen Kabel an der Halterung sitzen. Das Navi kann so einfach aus dem Auto genommen und wieder eingesetzt werden. Bei passiven Halterungen sitzen diese Kabel direkt am Navigationsgerät, die Halterung dient wirklich nur dazu das Navi selbst zu halten. Dadurch muss man die Kabel vor Fahrtantritt an das Navi stecken und nach der Fahrt wieder abnehmen.
Display
Das Display eines Navis ist bei modernen Geräten normalerweise ein Touchscreen. Lange waren druckempfindliche (resistive) Modelle Standard, die auf Druck reagierten, was bei der Bedienung nicht sehr komfortabel ist. Mittlerweile halten aber immer mehr Navis mit kapazitivem (berührungsempfindlichem) Touchscreen Einzug, die auf bloße Berührung reagieren. Dadurch kann das Navi auch mehrere Finger gleichzeitig erkennen und erkennt Eingaben genauer. Einzig bei einigen Outdoor-Navis beruht das Bedienprinzip noch auf echten Knöpfen ohne Touchscreen. Plug & Play Navis gibt es in verschiedenen Displaygrößen, wobei ein größeres Display auch mehr Übersicht bedeutet. Die kleinsten Touchscreens liegen bei 3,5 Zoll, die größten bei etwa 7 Zoll. Dabei sollte man beachten, dass ein großer Navi-Screen auch ein größeres Gehäuse bedeutet, das besonders in kleinen Autos schnell die Sicht des Fahrers beeinträchtigen kann.
Freisprechanlage
Navis mit Freisprechanlage sind besonders dann praktisch, wenn im Auto selbst keine solche eingebaut ist. Dazu baut das Navi per Bluetooth eine Verbindung zum Handy auf, so dass der Nutzer über ein eingebautes Mikrofon und den Lautsprecher des Navis Telefongespräche führen kann.
Fußgänger-Navi
Einige Plug & Play Navis und besonders viele Navi-Apps bieten einen Fußgängermodus, der aber selten wirklich ausgereift ist, da im verfügbaren Kartenmaterial selten Fußwege verzeichnet sind. Die Hersteller der Karten konzentrieren sich auf Straßen. Der Fußgängermodus von Google Maps beispielsweise befand sich sehr lange in der Beta-Phase, ist mittlerweile aber einigermaßen ausgereift. Einige Navi-Hersteller, beispielsweise Falk, versuchen sich auch an der Miteinbeziehung des öffentlichen Personennahverkehrs in die Navigation. Da aber Fahrpläne meist halbjährlich aktualisiert werden, können sie Fahrtzeiten nicht mit einbeziehen.
Besondere Stimmen
Einige Navi-Hersteller bieten auch den Download besonderer Stimmen von Prominenten zum Nachrüsten an, z.B. von Ernie & Bert oder Yoda. TomTom zeigt in diesen humorvollen Werbeclips die Aufnahmen mit den Stars.
(Quelle: YouTube/TomTomOfficial)
Die wichtigsten Navi-Hersteller
TomTom
TomTom stammt aus den Niederlanden und wurde im Jahr 1991 gegründet. Seit etwa Mitte der 2000er Jahre baut die Firma portable Navigationsgeräte. In Navi-Testberichten machen sich die Navis aus dem Hause TomTom normalerweise sehr gut. Besonders gelobt wird stets der TomTom Traffic Staumelder im Test. In Sachen Staumelder ist TomTom damit stets Testsieger. Im Vergleich der Staumelde-Systeme kann da seit Kurzem aber Garmin mit seinem Live Traffic System beinahe mithalten. Kritisiert wird bei TomTom-Navis gelegentlich die wenig eloquente Sprachausgabe. Zu TomTom gehört unter anderem auch der Kartenhersteller TeleAtlas. ToMTom-Navis finden sie günstig online über unseren Preisvergleich.
Garmin
Garmin ist ein multinationales Unternehmen, das 1989 gegründet wurde. Der offizielle Hauptsitz befindet sich mittlerweile in der Schweiz, während die operative Zentrale in Kansas in den USA tätig ist. Seit etwa Ende der 1990er Jahre gibt es von Garmin GPS-Geräte für den nicht militärischen Gebrauch. Neben Navis für Autos stellt Garmin auch Schiffsnavigation und Outdoor-Navis her. Die Auto-Navis konnten sich in der jüngeren Vergangenheit oft als Testsieger beweisen, besonders da Garmin im Bereich Staumelder mit Garmin Live Traffic mittlerweile TomTom fast eingeholt hat. Oft kritisiert wurden die minimal umständlichen Routen der Garmin-Navis. Garmin Navis führen {YEAR} unsere Bestenliste an.
Navigon
Bis 2011 gehörten Navigon-Navis zu den besten Geräten auf dem Markt. Dann wurde die deutsche Firma vom Weltmarktführer Garmin übernommen und präsentierte seither so gut wie keine neuen Geräte mehr. Einzig die Navigon-App ist noch im App-Store präsent und ist nach wie vor die beste Software ihrer Art.
Becker/Falk
Während Becker auf den Traditionshersteller von Autoradios zurückgeht, kamen die Navis von Falk einige Zeit aus dem Hause des gleichnamigen Kartenverlags. 2009 kam es zum Management Buy Out bei Falk und die Firma wurde in zwei eigenständige Unternehmen aufgeteilt. Der Auto-Navi-Teil firmiert seit 2010 unter dem Namen United Navigation GmbH, die im selben Jahr die Markenrechte an Becker erwarb. Weder die Falk Navis noch die Geräte aus dem Hause Becker stammen also heute von der eigentlichen Kernfirma, die man hinter ihnen vermuten würde. Dennoch sind die Navis der beiden Marken nach wie vor sehr unterschiedlich. Becker-Geräte sind vor allem auf edles Design ausgerichtet und überzeugen auch in Sachen Bedienung. Sie bieten aber gerade in höheren Preisbereichen weniger Extras als etwa Navis aus dem Hause TomTom oder Garmin. Bei Falk ärgerten wir uns im Test gelegentlich über die komplizierte Bedienung. Beide Marken bieten aber in der Praxis eine sehr gute Routenführung und optisch sehr ansprechende Kartendarstellungen.
Global Positioning System – GPS
Das Global Positioning System, kurz GPS, besteht aus 24 Satelliten, die in einer Höhe von 20.300 Kilometer über der Erde kreisen. Sie sind so positioniert, dass ein GPS-Empfangsgerät, also z.B. ein Auto-Navi, jederzeit Sichtverbindung zu mindestens vier verschiedenen Satelliten aufnehmen kann. Aus den Signalen der vier Satelliten kann das Navi dann seinen Standort per ‚Trilateration‘ bestimmen.
Zum Empfang der mit relativ schwacher Leistung ausgesandten Satelliten-Signale ist eine Sichtverbindung zwischen Navi und Satelliten notwendig. Das heißt, die Signale können Wolken, Glas oder Kusnstoff durchqueren, werden aber von anderen Objekte, z.B. massiven Mauern von Gebäuden reflektiert. Daher sitzt das Navigationsgerät im Auto auch typischerweise an der Scheibe. In Innenräumen von Gebäuden besteht typischerweise kein GPS-Empfang.
Die Geschichte der Navigation
| 6000 v. Chr. | Erste Formen der Navigation werden entwickelt. |
| 11.-12. Jh. | Entwicklung des Kompasses in China und Europa. |
| 13. Jh. | Erste Seekarten des Mittelmeers. |
| 18. Jh. | John Harrison entwickelt präzise Uhrwerke, löst das so genannte Längenproblem und erleichtert so die Navigation weiter. |
| 1837 | Thomas Sumner erfindet sie astronomische Standlinienmethode. |
| 1899 | Die Funknavigation wird eingeführt. |
| 1950 | Auf US-amerikanischen U-Booten wird erstmals die Trägheitsnavigation eingesetzt. |
| 1972 | Die Entwicklung des sowjetischen Navigationssystems GLONASS beginnt. |
| 1973 | Das US-amerikanische Militär beginnt mit dem NAVSTAR-Projekt den Aufbau von GPS. |
| 1995 | GPS ist voll funktionsfähig. |
| 2000 | GPS wird zur uneingeschränkten zivilen Nutzung freigegeben. |
| 2010 | Beginn der kommerziellen Nutzung von GLONASS. |
| 2014/2015 | Das europäische Satellitennavigationssystems GLONASS geht in Betrieb. |
| 2020 | Das chinesische Satellitennavigationssystem Beidou erreicht voraussichtlich seine volle Ausbaustufe. |
Frühgeschichte
Die Kunst der Navigation wurde in ihrer Ursprungsform wohl von den Indern etwa 6000 Jahre vor Christus entwickelt. Doch auch in Ägypten und im Libanon kannte man nur wenig später ähnliche Techniken. Die früheste Form war dabei die Koppelnavigation, bei der der aktuelle Standort auf Basis von Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung bzw. Kurs des Schiffes bestimmt wurde. Ab dem 1. Jahrtausend vor Christus wurde auch bei Expeditionen an Land per Koppelnavigation navigiert.
Während es bei der Koppelnavigation nur um Schätzungen geht, wurden etwa zur Zeit der Geburt Christi erste Messmethoden eingesetzt. Der Kompass schließlich wurde vermutlich im 11. Jahrhundert in China erfunden. In Europa ist er seit dem 12. Jahrhundert bekannt.
Die Araber setzten dagegen lange Zeit auf astronomische Messgeräte und stellten auch die ersten Seekarten her. Die tauchten erstmals im 13. Jahrhundert für das Mittelmeer auf. In Portugal navigierte man seit dem 15. Jahrhundert ebenfalls mit astronomischen Methoden und orientierte sich dabei am Polarstern und an der Sonne.
Christoph Columbus perfektionierte die Koppelnavigation durch genaue Einbeziehung von Wind und Strömung. Ab dem Jahr 1500 entstanden vermehrt Weltkarten, auch wenn bei Weitem nicht der gesamte Erdball bekannt war. Schon viele Jahrhunderte vorher hatten Menschen aber auf unterschiedlichste Arten versucht, die Erde darzustellen.
Nach 1500 gelang es mit immer neuen Hilfsmitteln noch genauer zu navigieren. Im 18. Jahrhundert wurden von John Harrison erstmals Uhren entwickelt, die präzise mechanische Zeitmessung ermöglichten. In dieselbe Zeit fällt die Erfindung des Spiegelsextanten, der ebenfalls viel zur genauen Positionsbestimmung auf See beitrug. 1837 erfand schließlich Thomas Sumner die astronomische Standlinienmethode, ab 1899 gab es die Möglichkeit zur Funknavigation. Die Trägheitsnavigation wurde in US-amerikanischen U-Booten erstmals in den 1950er Jahren eingesetzt. Erst seit 1995 ist das Satellitennavigationssystem GPS einsatzfähig, das die Grundlage für die moderne Navigation im Jahre 2014 bietet.
Die Entwicklung von GPS
Die Planung der GPS-Navigation begann in den 1960er Jahren in den USA und wurde vom Militär vorangetrieben. Im Jahr 1973 gab es schließlich ein Konzept und das so genannte NAVSTAR-Projekt wurde gelauncht. Bis 1993 wurden insgesamt 24 Satelliten ins All gebracht, so dass seither auf der ganzen Welt GPS-Empfang möglich ist. Dies machte zivile Navigationsgeräte überhaupt erst möglich.
Bis 1983 wurde der Einsatz von GPS nur für militärische Zwecke angedacht. Als 1983 aber ein ziviles Flugzeug der Korea Airlines aufgrund eines Navigationsfehlers in sowjetischen Luftraum eindrang und von einem Kampfjet abgeschossen wurde, begann man auch über eine zivile Nutzung nachzudenken.
Lange hatte die US-Regierung aber Angst vor Missbrauch ihres Systems durch Terroristen und andere Staatsfeinde. Daher entwickelten sie ein Verschlüsselungssystem, das an zivile Geräte nur ein verfälschtes und ungenaues Signal ausgab, während militärischen Einrichtungen die volle Genauigkeit zur Verfügung stand.
Erst im Jahr 2000 gab Präsident Bill Clinton das GPS-System in seiner ganzen Funktionalität und Genauigkeit für zivile Zwecke frei. „Bedrohungsanalysen“ der Regierung hatten ergeben, dass dies nur minimale Auswirkungen auf die nationale Sicherheit der USA haben könne.
GLONASS, GPS III, Beidou und Galileo
Auch die Europäische Union hat ein eigenes Satelliten-Navigationssystem namens GALILEO, das Ende 2014 oder Anfang 2015 in Betrieb gehen soll. GPS III, die dritte Generation des amerikanischen GPS-Systems wird mit GALILEO kompatibel sein, so dass zivile Geräte beide Systeme nutzen können, was zu einer besseren Abdeckung führen soll.
Der Aufbau des russischen Systems GLONASS startete bereits 1972 und funktioniert seit 1993, in der vollständigen Ausbaustufe seit 1996. Zwischenzeitlich wurde die Wartung von GLONASS aufgrund der russischen Wirtschaftskrise gegen Ende der 1990er Jahre stark vernachlässigt und das System war vorrübergehend kaum nutzbar. 2008 ordnete Wladimir Putin aber die Wiederinstandsetzung an, seit 2010 wird es auch kommerziell genutzt. Mittlerweile sind bereits zahlreiche auch hierzulande angebotene Smartphones zusätzlich zum GPS mit einem GLONASS-Empfänger ausgestattet. Zwischenzeitlich drohte die russische Regierung sogar mit einem Importverbot für Handys ohne GLONASS-Unterstützung.
Auch China baut derzeit ein eigenes Satellitennavigationssystem auf, um die Abhängigkeit vom amerikanischen GPS zu vermindern. ‚Beidou‘, so der Name des Systems, funktioniert bereits im asiatisch-pazifischen Raum und soll bis 2020 weltweite Abdeckung erreichen.
684 Produkte
Top 3 Navigationssysteme
#1Pioneer AVIC F920BT
#2Clarion NX700E
#3Zenec ZE-NC5011D
#4Kenwood DNX 7280BT
#5Zenec ZE-NC2011D
#6Zenec ZE-NC2041D
#7HP iPAQ rx5700 Travel Companion
#8Kenwood DNX 5260BT
#9Zenec ZE-NC5010
#10Kenwood DNX520VBT
#11Garmin nüvi 3598 LMT-D
#12Pioneer AVIC F30-BT
#13Audiovox VME 9520 NAV
#14Zenec ZE-NC524
#15Zenec E>GO ZE-NC2040
#16Kenwood DNX4280BT
#17Kenwood DNX 521 DAB
#18Kenwood DNX4210BT
#19Pioneer AVIC-F320BT
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#21Dynavin DVN-A3
#22Falk F3
#23Panasonic Strada CN-GP50N
#24Mio Moov M405
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