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Heimkino-Systeme im Test


Über die Anschaffung einer Komplettanlage sollten Sie nachdenken, wenn Sie die Qualitäten Ihres heimischen Unterhaltungszentrums mit relativ wenig Aufwand steigern möchten. eTest hat für Sie Testergebnisse und Testberichte verschiedener Fach- und Verbrauchermagazine gesammelt und zusammenfassend aufgeführt, um Ihnen die Suche und Entscheidung zu erleichtern. Am linken Bildrand können Sie unsere Filtermöglichkeiten nutzen, um zielführend eine passende HiFi- oder Heimkino-Anlage zu finden.

Alles dabei

Komplettanlagen, ob Heimkino- oder HiFi-Systeme, sind von Herstellern zusammengestellte Pakete, die alle wichtigen Bausteine einer Anlage beinhalten. Bestandteil aller Anlagen sind natürlich Lautsprecher, deren Anzahl sich nach dem Anlagentyp richtet. Stereoanlagen zum Beispiel kommen naturgemäß mit zwei Boxen, Surround-Anlagen in der Regel mit fünf Boxen und einem Subwoofer (5.1 Kanäle) daher. Die Spitze in der Surround-Familie stellen die 9.1-kanaligen Systeme dar, die neben einem Subwoofer über einen Centerlautsprecher und acht Satelliten verfügen, um realitätsnahen Raumklang zu erzeugen.

Je nach Preisklasse und Anwendung gibt es Komplettanlagen mit Wiedergabegeräten von CD-Player bis hin zu 3D-Blu-ray-Player. Zur Verstärkung der klanglichen Leistung runden Reciever den Inhalt einer Komplettanlage ab.

Viele Kontakte

Alternativ zu einem fertigen Paket aus CD-, DVD-, Blu-ray Player, Verstärker und Lautsprecher kann man sich natürlich auf die Suche nach den einzelnen Teilen machen. Legt man gesteigerten Wert auf hohe Qualität, ist dies sicherlich der bessere, aber auch umständlichere Weg. Komplettanlagen liefern jedoch absolut brauchbare Ergebnisse. Neben der audiovisuellen Leistung gilt es, auch die Anzahl von Anschlussmöglichkeiten der Anlage zu beachten.

Moderne Receiver verfügen über mannigfaltige kabelgebundene Ein- und Ausgänge sowie verschiedene kabellose Anbindungen. HDMI-Anschlüsse stellen mittlerweile die Standardverbindung für Ton und Bild zwischen TV und Anlage dar. Optische und koaxiale Ausgänge bieten jedoch eine höherwertige Tonübertragung als der HDMI-Standard. Über USB-Ports finden Filme, Musik oder Fotos ihren Weg von externen Festplatten oder USB-Sticks auf den heimische Fernseher.

Wenn es darum geht, zwei elektronische Unterhaltungsgeräte unsichtbar zu verbinden, ist heute sehr viel möglich. Über das heimische WLAN-Netzwerk können Inhalte vom Computer, Smartphone oder Tablet auf den Fernseher gezaubert werden. Aber auch Bluetooth für die drahtlose Audio-Übertragung bieten einige Anlagen. Mit AirPlay können Sie die Inhalte von Apple-Geräten (iPod, iPad, iPhone oder iTunes auf Windows-PCs) an AirPlay-fähige Lautsprecher oder HiFi-Anlagen senden. Daneben gibt es den weitverbreiteten, herstellerübergreifenden DLNA-Standard, der dafür sorgt, dass sich kompatible Geräte gegenseitig erkennen und automatisch verbinden.

Blu-ray ersetzt DVD

DVDs haben sich zum Standard-Format im Heimkino entwickelt. Aber die vollständig hochaufgelösten Blu-ray Discs (Full-HD = 1920 x 1080 Pixel) ziehen allmählich gleich, da ihre Anschaffungspreise sinken und die erforderlichen Peripheriegeräte (Full-HD-Fernseher, Blu-ray-Player) erschwinglich werden.

Doch das nächste noch höher aufgelöste Format steht schon in den Startlöchern: Ultra-HD- oder auch 4K-Fernseher genannt mit einer Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln kosten momentan noch soviel wie ein Kleinwagen, aber vorausschauende Hersteller bieten bereits Blu-ray-Player mit entsprechendem 4K-Upscaling an. Ob sich das ultrascharfe Filmvergnügen etablieren kann, wird sich noch zeigen müssen.

Wer sich jetzt eine Heimkino-Anlage zulegen möchte, ist mit einem Blu-ray-System sicherlich am besten beraten, da diese Spieler auch alle CD- und DVD-Formate wiedergeben können und die Standard-Auflösung von DVDs auf Full-HD hochskalieren (Upscaling).

Der Ton macht den Film

Das zweite Standbein einer Komplettanlage, neben dem visuellen Erlebnis, ist die klangliche Leistung. Während das Stereosystem mit zwei Lautsprechern relativ simpel erscheint und meist von Musikliebhabern gewählt wird, erweist sich die Aufstellung und Installation einer komplexen Surroundanlage nicht immer als trivial. Um die einzelnen Lautsprecher genau aufeinander abzustimmen, verfügen gute Anlagen über eine sogenannte Einmessautomatik. Sinn des Ganzen besteht darin, dass Geräusche, die im Film theoretisch links hinter dem Zuschauer stattfinden, auch vom Lautsprecher, der links hinter dem Betrachter steht, wiedergegeben werden, ohne vom Schall der anderen Satellitenlautsprecher beeinträchtigt zu werden. Fehlt eine solche Einmessautomatik, muss der Nutzer selber Hand anlegen, was schnell einer fummeligen Geduldsprobe gleichen kann.

Sind die technischen Feinheiten jedoch erst einmal überwunden, steht einem gelungenen Kino-Feeling nichts mehr im Wege. Zu beachten sind hier jedoch die verschiedenen Ton-Formate, welche im Startmenü einer DVD oder Blu-ray Disc zu wählen sind. Für mehrkanaligen Filmsound haben sich verschiedene Formate und Definitionen durchgestetzt:

Dolby Digital

Dolby Digital gibt es in verschiedenen Formaten (1.0, 2.0 bis 5.1). Die Stelle nach dem Punkt gibt an, ob es einen speziellen Kanal für den Subwoofer gibt (0 = keiner, 1 = es gibt einen Kanal). 1.0 bedeutet Mono, 2.0 bedeutet Stereo. Das Kürzel 5.1 bedeutet, vom Zuschauer aus betrachtet links (Left), mittig (Center), rechts (Right), hinten links (Surround Left) und hinten rechts (Surround Right) steht jeweils ein Lautsprecher. Der Subwoofer dient ausschließlich der Basserzeugung, so dass seine Position im Raum frei wählbar ist. Am meisten verbreitet ist die 5.1 Aufteilung.

DTS

DTS (Digital Theater Systems) arbeitet nach der gleichen Kanalaufteilung wie das Dolby Digital-Format, meist 5.1-Kanäle. Viele DVD-Spieler tragen auf ihrer Frontplatte das dts-Symbol. Bei näherem Betrachten steht unter dem dts der Text "Digital Out", was dem Nutzer sagen soll: Für echten dts-Sound muss ein Receiver mit dts-Decoder zwischengeschaltet werden.

THX

Viele Filmliebhaber und Cineasten halten THX für ein Aufzeichnungsformat ähnlich DTS oder Dolby Digital. Dabei handelt es sich um eine Wiedergabe-Definition. Die Firma THX legt fest, wie die Lautsprecher etc. beschaffen sein müssen, damit eine bestimmte Wiedergabequalität möglich ist. THX ist also eher als ein Qualitätssiegel für guten Filmton zu verstehen.

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