Kaffeemühlen im Test
Die Anschaffung einer Kaffeemühle ist dank moderater Preise kein teurer Luxus, erhöht den Kaffeegenuss aber gewaltig. Um von frisch gemahlenem Kaffee zu profitieren, braucht man keinen 1000-Euro-Kaffeevollautomaten, es reicht eine kleine Espressokanne.
Je nach Kaffeekonsum empfiehlt sich ein kleiner oder größerer Bohnenbehälter. Neben Geräten mit weniger als 100 Gramm gibt es auch solche, die für über 250 Gramm Platz bieten. Die Bohnen verlieren auf Dauer an der Luft jedoch Aroma, also sollte die im Behälter befindliche Menge schnell aufgebraucht werden. Der eingestellte Mahlgrad der Kaffeemühle spielt auch eine Rolle: Je feiner, desto stärker und geschmacksintensiver der Kaffee. Da gilt es, die richtige Mahlstärke für den eigenen Geschmack zu ermitteln, wobei in der Regel zwischen 9 und bis zu 25 unterschiedliche Mahlgrade je nach Maschinentyp einstellbar sind.
Kaffeemühlen besitzen unterschiedliche Mahlwerke, die ebenfalls einen starken Einfluss darauf haben, wie gut und gleichmäßig sich die Bohnen zerreiben lassen. Die mittlerweile nur noch seltener zu findende Form des Schlagmahlwerks liefert dabei in der Regel die schlechtesten Ergebnisse, da die Kaffeebohnen ähnlich wie bei einem Mixer mit einer Art Propeller in recht unterschiedlich große Teile zerschlagen werden.
Am häufigsten finden sich derzeit Scheibenmahlwerke, bei denen die Bohnen zwischen zwei übereinanderliegenden, konkaven Scheiben gemahlen werden. Diese bestehen entweder aus gehärtetem Stahl oder aus Keramik. Hierbei wird eine deutlich einheitlicherer Mahlgrad erzielt als mit den Schlagmahlwerken.
Kegelmahlwerke funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie die Scheibenmahlwerke, kommen aber meist mit niedrigeren Drehzahlen aus, was sich positiv auf die Wärmeentwicklung auswirkt und deshalb das Kaffeearoma schont.. Das gilt allerdings nur, wenn das Kegelmahlwerk entsprechend groß ist und mit einem hohen Drehmoment bei gleichzeitig niedriger Drehzahl ausgestattet ist. Sehr kleine Kegelmahlwerke mit schwachem Motor und entsprechend geringem Drehmoment müssen die fehlende Leistung oft mit hohen Drehzahlen ausgleichen, was den eigentlichen Vorteil der Kegelmahlwerke dann in einen Nachteil umkehren kann.
Neben den oben erwähnten meist recht teuren Kaffeevollautomaten gibt es mittlerweile aber auch schon wesentlich günstigere Kaffeemaschinen mit Glas- oder Thermoskanne, die über ein integriertes Bohnenmahlwerk verfügen. Wer also Stellplatz auf der Küchenarbeitsplatte sparen möchte und schon eine etwas ältere, nicht so komfortable Kaffeemaschine besitzt, für den könnten diese Geräte eine gute Alternative darstellen, die oftmals neben einer Aromafunktion auch noch einen Timer und eine Abschaltautomatik anbieten.
Wer noch einen Schritt weitergehen und seinen Kaffee auch noch selber rösten möchte, kann sich bei den Kaffeeröstern umsehen.
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