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Unabhängige Testberichte aus Fachzeitschriften

Fernseher im Test


Die Entscheidung über einen neuen Fernseher ist eine der grundlegendsten Kaufentscheidungen, die in deutschen Haushalten getroffen werden. Und diese fällt alles andere als leicht. Die Auswahl an Fernsehern ist riesig; Hersteller und Elektronikmärkte locken mit unzähligen Kaufangeboten.

Um Ihnen die Qual der Wahl zu erleichtern, durchforsten wir regelmäßig die Tests der Fachmagazine – immer auf der Suche nach den besten Fernsehern, die es derzeit im Fachhandel oder online zu kaufen gibt. Alle gesammelten Testberichte, Testurteile und Testergebnisse werden von uns ausgewertet und in einer Durchschnittsnote zusammengeführt. So sind besonders empfehlenswerte Modelle leichter von anderen zu unterscheiden.

Zusätzlich küren wir jeden Monat unsere Top 3 unter den TV-Geräten. Neben einer allgemeinen Top 3 für Fernseher haben wir auch noch eigene Bestenlisten für LED-Fernseher, Smart-TVs, 3D-Fernseher, 4K-Fernseher (Ultra-HD-Fernseher) oder Fernseher bestimmter Bildschirmgrößen.

Die größten und zugleich wichtigsten TV-Hersteller sind aktuell Samsung, LG Electronics, Sony und Panasonic, die allesamt in Asien ansässig sind. Fernseher mit einem Philips-Logo werden mittlerweile ebenfalls in Fernost entwickelt und gefertigt, genauer gesagt vom chinesischen Hersteller TPV. Als Preisbrecher gelten chinesische Hersteller wie Hisense, Changhong oder TCL. Deutsche Traditionsmarken wie Loewe oder Metz geraten aufgrund der harten Konkurrenz aus Fernost zunehmend unter Druck.

 

Unsere Filter: damit ist Ihr Wunschgerät schnell gefunden

Auf eTest.de finden Sie schnell und einfach zu Ihrem Wunschgerät. Sie können die breit gefächerte Auswahl an TV-Geräten in unserer Produktübersicht eingrenzen, indem Sie mit Hilfe der Filterfunktionen am linken Bildrand gezielt nach Fernsehern mit bestimmten Eigenschaften suchen. Zum Beispiel können Sie nach Hersteller, Preis, Bildschirmgröße oder Anschlussmöglichkeiten filtern.

Wenn Sie nicht genau wissen, was die einzelnen Filter bedeuten bzw. auf welche Eigenschaften Sie beim Kauf eines TV-Geräts achten müssen, empfehlen wir Ihnen einen Blick auf unsere ausführliche Fernseher-Kaufberatung zu werfen. Dort wird alles Wissenswerte rund um Flachbildfernseher erklärt, angefangen bei den Bildschirmtechniken bis hin zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen. Aber vielleicht ist Ihnen auch schon mit der nachfolgenden Kurzfassung unserer Kaufberatung geholfen.

 

Die Bildschirmtechnik: LCD-, LED-, OLED- und Plasma-Fernseher

Welcher Bildschirm-Typ soll es sein - LCD, LED oder Plasma
Welche Bildschirmtechnik ist die beste: Plasma, LCD, LED oder OLED? (© sebastian185 - Fotolia.com)

Geht es um die Bildschirmtechnik, sind ganz klar die LED-Fernseher auf dem Siegeszug. Im Grunde genommen sind LED-Fernseher nichts anderes als LCD-Fernseher. Allerdings handelt es sich hierbei um LCD-Fernseher mit einer alternativen Hintergrundbeleuchtung.

>> Die besten LCD-Fernseher im Überblick: Hier gelangen Sie zu unserer Test-Übersicht.

Früher wurde das Bild bei LCD-Fernsehern mit Hilfe von Kaltkathodenröhren (CCFL) erzeugt. Inzwischen arbeiten jedoch die meisten LCD-Fernseher mit einer Hintergrundbeleuchtung aus Leuchtdioden (LED), da diese sparsamer im Verbrauch sind und eine schlankere Bauweise ermöglichen. Darüber hinaus wird LCD-Fernsehern mit LED-Backlight gerne nachgesagt, dass sie höhere Kontraste und ein satteres Schwarz zeigen würden als konventionelle LCD-Fernseher. Tests der Fachpresse haben aber gezeigt, dass dies nicht immer der Fall ist. Grund hierfür ist häufig, dass bei günstigeren Geräten die Leuchtdioden nur am Bildschirmrand sitzen (Edge-LED-Backlight). Besser ist es aber, wenn die kleinen Lämpchen über die gesamte Rückseite des Bildschirms verteilt sind (Direct-LED- oder Full-LED-Backlight).

>> Die besten LED-Fernseher im Überblick: Hier gelangen Sie zu unserer Test-Übersicht.

Plasma-Fernseher haben den Vorteil, dass ihr Bildschirm blickwinkelunabhängig ist. Auch bei seitlicher Betrachtung bleiben die Bilder kontraststark und farbecht. Trotzdem spielen Fernseher mit Plasmabildschirm nur noch eine geringe Rolle am Markt. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen verbrauchen Plasma-Fernseher mehr Strom als LCD-Fernseher. Zum anderen hat die LCD-Konkurrenz in puncto Bildschirmgröße beachtlich aufgeholt; großformatige Fernseher gibt es längst nicht mehr nur mit Plasmabildschirm. Hinzu kommt, dass LCD-Fernseher häufig das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

>> Die besten Plasma-Fernseher im Überblick: Hier gelangen Sie zu unserer Test-Übersicht.

Relativ neu am Markt sind OLED-Fernseher. Sie sind nicht mit LED-Fernsehern zu verwechseln, kommen sie doch ohne Hintergrundbeleuchtung aus. OLED-Displays sind selbstleuchtend und zeichnen sich durch einen geringen Stromverbrauch, hohe Kontraste und brillante Farben aus. Außerdem können OLED-Fernseher aufgrund der nicht benötigten Hintergrundbeleuchtung noch dünner gebaut werden als LED-Geräte. Der Haken: Noch sind Fernseher mit OLED-Display recht teuer.

 

Die Bilddiagonale: von klein bis gigantisch groß

In der Regel wird die Bildschirmdiagonale eines Fernsehers in Zoll angegeben, wobei ein Zoll etwa 2,54 Zentimetern entspricht. Den Griff zum Taschenrechner können Sie sich aber sparen. Weiter unten in diesem Abschnitt finden Sie eine Umrechnungstabelle für alle gängigen Zollgrößen. Oft ist die Zollangabe Bestandteil des Produktnamens; bei den allermeisten Fernsehern geben die ersten beiden Ziffern Aufschluss über die Bilddiagonale.

Im Übrigen ist größer nicht immer besser. Zwar lässt sich mit einem 65-Zoll-Monster mächtig Eindruck schinden. Gut aufgehoben ist so ein XXL-Fernseher aber nur in großen Wohnzimmern. Denn wenn man zu nah vor einer viel zu großen Glotze hockt, ist das nicht nur anstrengend für die Augen. Mitunter hat der geringe Betrachtungsabstand auch zur Folge, dass Unschärfen und Bildartefakte schneller auffallen. Für einen optimalen Bildeindruck empfehlen die Experten der Testmagazine einen Sitzabstand, der mindestens zweieinhalb Mal so groß ist wie die Bildschirmdiagonale des Fernsehers – sofern hauptsächlich "normales"  Fernsehen in Standardauflösung geschaut wird. Bei hochauflösenden TV-Programmen und Blu-ray-Filmen kann man auch etwas näher an den Bildschirm rücken.

Die folgende Tabelle hilft Ihnen bei der Umrechnung üblicher Zollgrößen. Daneben werden Angaben zum empfohlenen Sitzabstand gemacht, in Abhängigkeit von der Qualität des Bildmaterials. Natürlich sind die angegebenen Werte zum Abstand nur als Richtwerte zu verstehen.

Bildschirmgröße in Zoll Bildschirmgröße in cm Sitzabstand bei Bildmaterial in Full-HD Sitzabstand bei Bildmaterial in Standard-Auflösung
32 Zoll 81 cm 1,2 m 2,0 m
37 Zoll 94 cm 1,4 m 2,3 m
39 Zoll 99 cm 1,4 m 2,4 m
40 Zoll 102 cm 1,5 m 2,5 m
42 Zoll 107 cm 1,6 m 2,6 m
43 Zoll 109 cm 1,6 m 2,7 m
46 Zoll 117 cm 1,7 m 2,9 m
47 Zoll 119 cm 1,7 m 2,9 m
48 Zoll 122 cm 1,8 m 3,0 m
49 Zoll 124 cm 1,8 m 3,1 m
50 Zoll 127 cm 1,9 m 3,1 m
51 Zoll 130 cm 1,9 m 3,2 m
52 Zoll 132 cm 1,9 m 3,3 m
55 Zoll 139 cm 2,0 m 3,4 m
58 Zoll 147 cm 2,2 m 3,6 m
59 Zoll 150 cm 2,2 m 3,7 m
60 Zoll 152 cm 2,3 m 3,8 m
63 Zoll 160 cm 2,4 m 4,0 m
64 Zoll 163 cm 2,4 m 4,0 m
65 Zoll 165 cm 2,4 m 4,1 m
70 Zoll 177 cm 2,6 m 4,4 m
75 Zoll 190 cm 2,8 m 4,7 m
78 Zoll 198 cm 2,9 m 4,9 m
80 Zoll 203 cm 3,0 m 5,0 m
85 Zoll 216 cm 3,2 m 5,4 m
90 Zoll 228 cm 3,4 m 5,7 m

Im Überblick: Bildschirmgröße und empfohlener Sitzabstand zum TV

Aus Gründen der Übersichtlichkeit haben wir in der Tabelle keine Bildschirmgrößen unter 32 Zoll aufgeführt. Fernseher mit kleinen Diagonalen von 22 Zoll (56 cm), 24 Zoll (61 cm) oder 26 Zoll (66 cm) kommen als Hauptgerät fürs Wohnzimmer nicht mehr in Frage. Sie eignen sich aber sehr gut als platzsparendes Zweitgerät für die Küche oder das Schlafzimmer bzw. als TV für den Wohnwagen oder das Wohnmobil. Nicht wenige dieser Mini-Fernseher sind übrigens Kombi-Geräte, die neben TV-Empfängern auch schon einen DVD-Player eingebaut haben.

>> Die besten Mini-Fernseher im Überblick: Hier gelangen Sie zu unserer Test-Übersicht.

Vereinzelt sind außerdem noch tragbare Fernseher im Handel erhältlich, die in ihren Abmessungen stark an Tablets erinnern. Sie messen 7 Zoll (17,8 cm), höchstens 10,1 Zoll (25,6 cm) in der Diagonale und haben in der Regel nur einen Empfänger für DVB-T, also das sogenannte Überallfernsehen integriert. Da der Trend mehr und mehr zu Tablets geht – die via Apps Zugang zu Online-Videotheken und Online-Videorekordern bieten – ist das Angebot an tragbaren Fernsehern mittlerweile aber sehr überschaubar geworden. Überdies werden sie kaum noch von der Fachpresse beachtet und so gut wie gar nicht mehr getestet.

 

Die Auflösung: von HD-ready über Full-HD bis hin zu UHD (4K)

TV-Auflösungen im Vergleich - von SD bis Ultra-HD
Auflösungen im Vergleich: von Standard- bis 4K-Auflösung (© Artur Marciniec - Fotolia.com)

Die meisten der hier gelisteten Fernseher fallen in die Kategorie der Full-HD-Fernseher, die mit 1920 x 1080 Pixeln auflösen. Nur bei Geräten mit Bilddiagonalen unter 32 Zoll findet man noch Modelle mit einer geringeren Auflösung von 1366 x 768 oder 1280 x 720 Pixeln (HD-ready). Darüber hinaus gibt es erste großformatige Fernseher, die mit einer 4K- bzw. Ultra-HD-Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln aufwarten. Das entspricht der vierfachen Auflösung eines Full-HD-Fernsehers. Der entscheidende Knackpunkt: Noch ist Bildmaterial in 4K rar gesät. Von der hohen Auflösung hat man nur dann etwas, wenn der Fernseher (oder aber der angeschlossene Blu-ray-Player bzw. AV-Receiver) in der Lage ist, Full-HD-Material ordentlich auf 4K zu skalieren. 

>> Die besten 4K-UHD-Fernseher im Überblick: Hier gelangen Sie zu unserer Test-Übersicht.

Was die wichtigste Disziplin eines Fernsehers, die Bildqualität, anbelangt, raten wir übrigens auf die Testberichte und Testergebnisse der Fachpresse zu vertrauen. Nur weil ein Modell teurer ist als ein anderes, muss es noch lange nicht das bessere Bild zeigen. Und allein anhand der Auflösung, der Bildwiederholrate und anderer technischer Daten lässt sich die Bildqualität von Fernsehern nur bedingt einschätzen.

 

Die Ausstattung: von einfach bis "einfach alles"

Früher waren die Ausstattungsmerkmale eines Fernsehers schnell aufgezählt. In den letzten Jahren aber haben sich die Flachbildschirme stark weiterentwickelt. Sie haben immer mehr Ausstattung und Funktionen zu bieten – was die Kaufentscheidung nicht leichter macht.

Abgesehen von neuen Schnittstellen wie HDMI oder CI+ bringen inzwischen so gut wie alle Fernseher eingebaute Empfangsteile (Receiver/ Tuner) für Digitalfernsehen mit. Viele Geräte warten darüber hinaus mit Internet- und Netzwerkfunktionen (Stichwort "Smart-TV") auf. Und auch 3D-Unterstützung ist längst keine Seltenheit mehr. Welche der Ausstattungsmerkmale unverzichtbar sind und welche überflüssig, ist Ansichtssache. Manche werden Smart-TV-Funktionen für unnütz halten, andere für ein absolutes Muss.

Nachfolgend gehen wir genauer auf die unterschiedlichen Ausstattungsmerkmale und Funktionen von TV-Geräten ein, damit Sie für sich selbst entscheiden können, was Ihr neuer Fernseher können muss und was nicht.


Anschlussmöglichkeiten: HDMI für perfekte Bild- und Tonqualität

Nach wie vor ist ein Blick auf die Anschlüsse wichtig. Dabei rücken analoge Schnittstellen wie SCART, YUV oder VGA mehr und mehr in den Hintergrund. Ob Blu-ray-Player, Receiver oder Spielkonsole – heutzutage werden die meisten Peripheriegeräte per HDMI an den Fernseher angeschlossen. HDMI ist eine digitale Schnittstelle, die Bild- und Tonsignale ohne Qualitätsverluste überträgt. Nicht wenige Fernseher, insbesondere Geräte der unteren Preisklasse, haben nur einen oder zwei HDMI-Anschlüsse. Besser dran ist man aber mit drei bis vier HDMI-Anschlüssen.


Fernseher als Videorekorder: TV-Aufnahmen über USB

Darüber hinaus protzen Flachbildfernseher mit USB-Anschlüssen, die längst nicht mehr nur der Wiedergabe von Multimedia-Inhalten wie Video-, Bild- oder Musikdateien dienen. Viele neuere Fernseher unterstützen USB-Recording (auch PVR, Personal Video Recording, genannt). Soll heißen: TV-Sendungen lassen sich bei Anschluss einer USB-Festplatte mitschneiden. In der Regel steht die USB-Aufnahmefunktion aber nur für frei empfangbare Programme uneingeschränkt zur Verfügung. Verschlüsselte Programme sind häufig mit einem Kopierschutz versehen und können gegebenenfalls nur zeitversetzt wiedergegeben werden (TimeShift).

Apropos verschlüsselte Programme: Zum Entschlüsseln dieser Programme besitzt inzwischen jeder Fernseher eine sogenannte CI+-Schnittstelle (eine Weiterentwicklung des veralteten CI-Standards), die Platz für ein optionales CI+-Modul inklusive Smartcard bietet. CI+-Modul und Smartcard sind entweder beim gewünschten Pay-TV-Anbieter (z.B. Sky, HD+) oder beim entsprechenden Kabelnetzbetreiber (z.B. Kabel Deutschland) erhältlich.


Fernseher mit Receiver: eingebaute Empfänger für Digital-TV

Analog war gestern. Fernsehen empfängt man heute digital  – in deutlich besserer Ton- und Bildqualität. Das ist auch den TV-Herstellern nicht entgangen. Mittlerweile haben die meisten Geräte einen sogenannten Triple-Tuner integriert, der den Empfang digitaler TV-Programme über Satellit (DVB-S), Kabel (DVB-C) und Antenne (DVB-T) ermöglicht. Eine separate Empfangsbox, neudeutsch Receiver, ist somit überflüssig.

Besonders günstige Fernseher besitzen unter Umständen nur einen Dual-Tuner für DVB-C und DVB-T. Wer für DVB-S kein zusätzliches Empfangsgerät (Sat-Receiver) anschließen möchte, sollte also vor dem Kauf eines neuen TV-Geräts genau prüfen, was für einen Tuner das favorisierte Modell integriert hat.

Hochauflösendes Digitalfernsehen (High Definition Television, kurz HDTV) wird in Deutschland übrigens nur über Satellit und Kabel gesendet – entweder mit 1280 x 720 Pixeln oder mit 1920 x 1080 Pixeln. Zum Vergleich: Normal aufgelöstes Digitalfernsehen (Standard Definition Television, kurz SDTV) hat meist eine Auflösung von 720 x 576 Pixeln. Nicht alle HD-Sender sind frei empfangbar. Das Angebot an unverschlüsselten HD-Sendern umfasst fast ausschließlich öffentlich-rechtliche Sender. Private HD-Sender strahlen ihr Programm überwiegend verschlüsselt aus.


Fernseher mit Twin-Tuner: Umschalten bei laufender Aufnahme

Noch vergleichsweise selten und mitunter recht kostspielig sind Fernseher, die über einen Twin-Triple-Tuner verfügen. Diese Geräte haben jeweils zwei Empfangseinheiten für DVB-S, DVB-C und DVB-T an Bord – was unter anderem bei TV-Aufnahmen über USB von Vorteil ist.

Bei Fernsehern mit einem einfachen Triple-Tuner ist zum Beispiel während der Aufnahme kein Programmwechsel möglich, da immer nur eines der Empfangsmodule aktiv ist. Bei Fernsehern mit Twin-Triple-Tuner dagegen schon; hier kann bei laufender Aufnahme problemlos umgeschaltet werden.
Aber aufgepasst: Trotz doppelter Tuner-Ausführung erlauben nicht alle Modelle die Aufnahme zweier unterschiedlicher TV-Programme zur gleichen Zeit. Auch bei Fernsehern mit Twin-Triple-Tuner lässt sich häufig immer nur ein einziges Programm mitschneiden. Es lohnt sich also, die Herstellerangaben und unsere Test-Auswertungen genauer zu studieren. 

Einige Hersteller bezeichnen einen solchen Tuner übrigens ganz lapidar als Twin-Tuner, da der Begriff Twin-Triple-Tuner zugegebenermaßen etwas verwirrend ist. Auch wir haben uns in unserem Filter der Einfachheit halber für den Begriff Twin-Tuner entschieden.

Tuner Erklärung Empfang von HDTV (in Deutschland) Bedeutung für USB-Recording
Dual-Tuner jeweils ein Empfangsteil für DVB-C und DVB-T Empfang von HD-Fernsehen über DVB-C kein Programmwechsel bei USB-Aufnahme
Triple-Tuner jeweils ein Empfangsteil für DVB-S, DVB-C und DVB-T Empfang von HD-Fernsehen über DVB-S und DVB-C kein Programmwechsel bei USB-Aufnahme
Twin-Tuner jeweils zwei Empfangsteile für DVB-S, DVB-C und DVB-T Empfang von HD-Fernsehen über DVB-S und DVB-C Programmwechsel bei USB-Aufnahme, seltener auch parallele Aufzeichnung zweier unterschiedlicher Programme möglich

TV-Tuner im Vergleich


Fernseher mit Internet: Surfen auf großem Bildschirm

Per LAN oder WLAN mutiert der Fernseher zum Smart-TV, der sich ins heimische Netzwerk integrieren und mit dem Internet verbinden lässt. Ein Smart-TV kann zum Beispiel

  • Fotos, Filme und Musik von anderen netzwerkfähigen Geräten wie PC oder Smartphone drahtlos abrufen (basierend auf Standards zur Datenübertragung wie DLNA und Miracast),
  • die Mediatheken der TV-Sender anzapfen (dank Unterstützung von HbbTV, dem Nachfolger des angestaubten Videotextes),
  • und über zahlreiche Apps schnellen Zugriff auf Internet-Dienste wie YouTube, Facebook oder Online-Videotheken gewähren.

Fast immer hat so ein smarter Fernseher auch einen Browser an Bord, mit dem man frei im Internet surfen und jede beliebige Webseite aufrufen kann.

>> Die besten Smart-TVs im Überblick: Hier gelangen Sie zu unserer Test-Übersicht.

Dabei sollen neue Bedienkonzepte wie die Steuerung per Smartphone-App, Sprache und/oder Gesten den Bedienkomfort erhöhen. Mit einer klassischen Fernbedienung sind viele Smart-TV-Funktionen nur umständlich zu bedienen. Einige Hersteller setzen zudem auf Zweitfernbedienungen mit Scrollrad oder Touchpad, die entweder im Lieferumfang inbegriffen sind oder als optionales Zubehör angeboten werden. Bekanntestes Beispiel ist die Magic Remote von LG.


2014 hat LG eine rundumerneuerte Benutzeroberfläche für seine Smart-TVs vorgestellt.
Seine Magic Remote hat der Hersteller ebenfalls überarbeitet. (Quelle: YouTube/ LG Electronics Deutschland)


Fernseher mit 3D-Wiedergabe: Shutter oder Polarisation?

Wer sich in der höheren Preisklasse nach einem neuen Fernseher umschaut, bekommt fast zwangsläufig ein Gerät mit 3D-Funktion. Ob man will oder nicht. Aber auch in der mittleren Preisklasse nimmt die Zahl 3D-fähiger Geräte stetig zu.

Stellt die 3D-Funktion einen Kaufgrund dar, sollte man sich kurz mit den unterschiedlichen Techniken auseinandersetzen oder zumindest deren Vor- und Nachteile kennen. Einige Hersteller setzen auf die Shutter-Technik, andere auf die Polarisationstechnik. Beiden Techniken gemein ist, dass sie nicht ohne spezielle 3D-Brillen funktionieren.

Die Brillen, die bei der Polarisationstechnik (auch Polfiltertechnik) eingesetzt werden, sind leicht und kosten so gut wie nichts, da sie ohne aufwendige Elektronik auskommen. Deshalb wird die Polarisationstechnik auch gern im Kino verwendet. Das 3D-Bild ist schön hell und flimmert nicht. Allerdings führt die Technik zu einer Reduzierung der Auflösung. 

Bei der Shutter-Technik gibt es keinen Auflösungs-, dafür aber einen mitunter deutlichen Helligkeitsverlust. Auch neigt die Technik zu Bildfehlern in Form von Doppelkonturen (auch als Ghosting oder Crosstalk bekannt), wenn der Bildschirm und die akkubetriebene Brille nicht exakt aufeinander abgestimmt sind. Aufgrund der verbauten Elektronik sind Shutterbrillen recht klobig und um einiges teurer als Polarisationsbrillen.

Da viele das Tragen einer speziellen 3D-Brille als lästig empfinden, arbeitet die Industrie an 3D-Fernsehern ohne Brille. Bislang hat es aber nur ein einziges Gerät auf den Markt geschafft – der 55ZL2G von Toshiba, der für den Normalverdiener noch viel zu teuer ist und dessen brillenlose 3D-Darstellung im Test nicht vollends überzeugen konnte.

>> Die besten 3D-Fernseher im Überblick: Hier gelangen Sie zu unserer Test-Übersicht.

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