Plasma-Fernseher im Test
Blicken wir der Wahrheit ins Gesicht. Die Zukunft von Plasma-Fernsehern – deren Bildpunkte aus winzig kleinen, mit Gas gefüllten Zellen bestehen, die durch Entladung zum Leuchten gebracht werden – sieht nicht gerade rosig aus. Totgesagt wurden sie schon des Öfteren. Aber nun scheint es tatsächlich so zu kommen. Ende 2013 hat Panasonic, einer der letzten großen Produzenten von Plasma-TVs, seinen Ausstieg aus der Sparte bekannt gegeben. Der japanische Hersteller wird künftig nur noch LCD- bzw. LED-Fernseher produzieren. Damit dürfte das Ende der Plasma-Fernseher so gut wie besiegelt sein. Samsung und LG haben zwar noch entsprechende Geräte in ihrem Portfolio – allerdings zeichnet sich auch hier ein Ende der Plasma-Ära ab. Die Auswahl wird von Jahr zu Jahr kleiner.
So kommt es, dass Plasma-Fernseher in den Tests und Kaufberatungen der Fachpresse immer seltener Beachtung finden. Die Testmagazine stürzen sich lieber auf die Konkurrenz mit LCD-Bildschirm. An der Bildqualität kann es nicht liegen. Lange Zeit galten Plasma-Fernseher den LCD-Fernsehern in diesem Punkt sogar überlegen. Jedoch haben LCD-Geräte in den vergangenen Jahren mächtig aufgeholt; heute ist die Technik viel ausgereifter. Wenn es zum Beispiel um die Farbwiedergabe, den Kontrastumfang und die Schwarzdarstellung geht, liegen Plasma- und LCD-Fernseher (vor allem solche mit LED-Hintergrundbeleuchtung) gar nicht mehr so weit auseinander. Vorausgesetzt man blickt frontal auf den Bildschirm. Denn in puncto Blickwinkelstabilität haben Plasma-Fernseher nach wie vor unangefochten die Nase vorn. Auch seitlich betrachtet ist das Bild bei Geräten mit Plasma-Technik farbecht und kontraststark; hingegen wirkt das Bild bei Geräten mit LCD-Technik häufig etwas flau bei seitlicher Betrachtung.
Dass Plasma-Fernseher trotzdem zu Auslaufmodellen werden, hat andere Gründe. Zum einen sind sie teurer als vergleichbare Geräte mit LCD-Technik und es gibt sie nur mit großen Bildschirmdiagonalen ab 42 Zoll (107 cm). Zum anderen verbrauchen sie mehr Strom. Zwar sind neuere Plasma-Fernseher um einiges sparsamer als ihre Vorläufer. Da aufgrund einer EU-Verordnung aber nunmehr alle TV-Geräte mit einem Energielabel versehen werden müssen, dürften es Modelle mit einem Plasmabildschirm jetzt noch schwerer haben, Käufer zu finden. Plasma-Fernseher kommen selten über die Energieeffizienzklasse B hinaus. Die überwiegende Mehrheit der Käufer entscheidet sich dann doch lieber für einen LED-Fernseher, der energieeffizienter und günstiger ist.
Lange Rede, kurzer Sinn: Noch sind Plasma-Fernseher nicht vom Markt verschwunden. Allerdings scheint ihr Verschwinden nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Die Verkaufszahlen von Plasma-TVs, die innerhalb weniger Jahre drastisch gesunken sind, sprechen eine mehr als deutliche Sprache. Deshalb werden sie auch kaum noch von den Fachmagazinen getestet, wie unschwer an unserer Test-Übersicht zu Plasma-Fernsehern zu erkennen ist.
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