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E-Book-Reader sind mobile Lesegeräte, die vor allem das gedruckte Buch ersetzen sollen. Entsprechend kann man für sie in verschiedenen Shops Lesematerial, das sonst als Buch veröffentlicht wird, herunterladen. Sie stehen teilweise in Konkurrenz zu Tablet-PCs, ihre Ausstattung ist aber stark auf das Lesen ausgerichtet.
Während Tablet-PCs Multimedia-Alleskönner sind, mit denen man im Internet surfen, Mails verschicken und Spiele spielen kann, sind E-Book-Reader vor allem zum Lesen da. Zwar haben einige auch einen MP3-Player an Bord oder können im Internet surfen, das ist aber bei weitem nicht so komfortabel, wie auf einem Tablet. Dafür liest es sich auf den meisten E-Book-Readern deutlich besser als auf einem Tablet. Der Grund ist die Displaytechnik.
Ein guter E-Book-Reader hat einen E-Ink Screen oder arbeitet mit einer vergleichbaren Technologie. Übersetzt bedeutet das so viel wie „elektronische Tinte“, die Technik wird manchmal aber auch mit „elektronisches Papier“ umschrieben. Sie basiert auf dem Prinzip der so genannten Elektrophorese. Das Display besteht aus Mikrokapseln, die mit geladenen weißen Partikeln gefüllt sind. Wird eine Spannung angelegt, so wandern diese Partikel an die Oberseite der Kapsel und werden für den Betrachter sichtbar. Dadurch flimmern E-Ink-Displays nicht. Sie kommen dem gedruckten Papier sehr nahe und bieten einen ausgesprochen hohen Lesekomfort. Der Nachteil ist, dass sie vergleichsweise träge reagieren und Inhalte nur in Schwarzweiß darstellen können. Entsprechend ist das Surfen im Internet mit einem E-Book-Reader sehr unkomfortabel, auch wenn viele Geräte es theoretisch beherrschen. Auch Spiele kann man auf der Mehrzahl der Geräten nicht spielen.
Im Gegensatz zu LCD-Displays leuchten E-Ink-Screens nicht von sich aus. Daher braucht man zum Lesen im Dunkeln bei vielen Readern noch eine externe Lichtquelle, z.B. eine Leselampe. Hier unterscheiden sich E-Reader nicht von gedruckten Büchern. Mittlerweile gibt es aber eine ganze Reihe von Modellen mit integrierter Displaybeleuchtung, die meist im Rand des Displays sitzt. Das Licht wird über eine spezielle Folie über die Lesefläche verteilt. Leider wirft dadurch der Gehäuserand bei einigen Readern Schatten auf den Bildschirm. Bei anderen Modellen ist die Beleuchtung ungleichmäßig. Am besten liest es sich daher immer noch bei ausreichend Tageslicht oder mit einer Leselampe.
Als Format für E-Books hat sich mittlerweile überwiegend ePub durchgesetzt. Die meisten E-Books, die man in den Online-Shops herunterladen kann, sind in diesem Format. Das Online-Kaufhaus Amazon fährt aber einen Sonderweg. Der Konzern hat sein eigenes Format AZW für elektronischen Lesestoff etabliert. Bücher in diesem Format lassen sich nur über den Amazon-eigenen Shop erstehen und sind auch nur auf Amazons eigenen Readern der Kindle-Reihe lesbar. Wer sich also einen Kindle-Reader zulegt, die gemeinhin zu den besten ihrer Art auf dem Markt zählen, bindet sich eng an das Amazon-Ökosystem.
E-Book-Reader unterscheiden sich in ihrer Ausstattung vergleichsweise wenig voneinander. Da es sich um sehr spezialisierte Geräte handelt, gibt es auch nicht allzu viel zu beachten. Sofern das Gerät ein Display besitzt, das mit E-Ink-Technik arbeitet, ist der Reader meist einigermaßen brauchbar. Wer etwas pingeliger ist, der sollte auf folgende Faktoren Acht geben.
Wenn Sie ihren E-Book-Reader auch wirklich zum Lesen verwenden wollen, sollten Sie darauf achten, dass er ein E-Ink-Display besitzt. Einige Billiganbieter bieten weiterhin Geräte mit LCD-Technik an und preisen die Farbigkeit der Darstellungen. Durch das Flimmern, auch wenn man es nicht bewusst wahrnimmt, ermüden die Augen aber schnell. Alle Reader mit E-Ink-Screen bieten eigentlich ein Mindestmaß an Lesekomfort. Sollten sie etwas höhere Ansprüche hegen, achten Sie auf eine hohe Auflösung des Displays. Gute Geräte erreichen hier in etwa HDready Qualität (1024x720 Pixel).
Bei der Displaygröße hat der Käufer nicht viel Auswahl. 6 Zoll haben sich als Standard durchgesetzt. Vereinzelt werden auch Geräte mit 8 und mit 5 Zoll angeboten. 6 Zoll Diagonale entsprechen etwas weniger als dem Papierformat DIN A6.
Die meisten Displays, die bei E-Book-Readern zum Einsatz kommen, sind Touchscreens, über die das Gerät dann auch per Fingertipp bedient wird. Das funktioniert generell etwas holpriger als bei Tablet-PCs, was an der trägen Displaytechnik liegt und teilweise auch daran, dass die Hersteller an der Hardware-Ausstattung zu sehr sparen. Es gibt aber auch Modelle, die per Steuerkreuz bedient werden, was aber noch unkomfortabler ist.
E-Book-Reader sind im Wesentlichen zum Lesen gedacht, einige bieten aber Extras, wie einen MP3-Player, zur Hintergrundbeschallung. Zwar ist das Surfen im Internet auf einem E-Ink-Display recht unkomfortabel, auf einen Internetzugang per WLAN sollten Sie aber dennoch nicht verzichten, denn so können Sie neuen Lesestoff direkt aus dem Netz auf ihren Reader laden. Einige Hersteller haben dafür eigene Shops eingerichtet, die direkt vom Gerät aus zugänglich sind. Ohne Internetzugang ist die Versorgung mit neuen elektronischen Büchern umständlich. Der Reader muss dann erst an den PC angeschlossen werden, um die Dateien von dort zu übertragen.
Darüber hinaus sollte man sich vor dem Kauf überlegen, ob man auf seinem E-Book-Reader nur elektronische Bücher, oder auch andere Texte, z.B. PDF- oder Word-Dateien lesen möchte. Für Comics gibt es eigene Formate, meist werden sie als CBZ- oder CBR-Dateien vertrieben. Auch hier ist der Lesekomfort auf einem E-Book-Reader aber eingeschränkt, da er nicht in Farbe darstellt. Natürlich ist auch die Frage wichtig, ob man sich an den Onlinehändler Amazon binden will, in diesem Fall muss man zu einem Kindle-Reader greifen, oder lieber bei der Konkurrenz, z.B. Thalia oder Hugendubel seine elektronischen Bücher einkauft. Beides geht leider nicht, da Amazon bei den Formaten sein eigenes Süppchen kocht.
Wenn Sie auf Reisen gehen brauchen sie sich mit einem E-Ink-Reader keine Gedanken um den Akku machen. Da die E-Ink-Technik nur dann Strom verbraucht, wenn sich der Displayinhalt ändert, also z.B. beim Umblättern, kommt man mit einer Akkuladung eigentlich bei allen E-Book Readern, einige Wochen aus, selbst wenn man täglich mehrere Stunden liest. Ein Tablet-PC oder ein Reader mit LCD-Display muss hingegen schon nach einigen Stunden an die Steckdose.
Die teuersten E-Book-Reader sind bei Weitem nicht die besten. Schon für etwa 100 Euro bekommen sie heute ein mehr als brauchbares Gerät. Amazon ruft für seinen beleuchteten Paperwhite-Reader derzeit etwa 130 Euro auf. Mehr als 150 Euro sollten sie auf keinen Fall ausgeben.
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