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Unabhängige Testberichte aus Fachzeitschriften

Camcorder im Vergleich und Test

Hinter dem Begriff Camcorder verbergen sich Videokameras, die es für nahezu jeden erdenklichen Anwendungsbereich zu kaufen gibt. Sei es eine Familienfeier, Urlaub oder die Dokumentation des betriebenen Extremsports - für alle Sparten gibt es Kameras von der Low-Budget-Ausführung bis hin zum Profi-Modell. Um Ihnen die Auswahl des für Sie geeigneten Geräts zu erleichtern, fassen wir für Sie auf unserer Plattform Testberichte aus einschlägigen Magazinen über aktuelle Camcorder-Modelle zusammen.
Wenn Sie bereits wissen in welcher Richtung sie suchen und welche Spezifikationen Ihr Camcorder haben soll, können Sie unsere Suchmatrix auf der linken Seite nutzen, um schneller zu einem Ergebnis zu kommen.

Action-Camcorder oder Nicht-Action-Camcorder?

Eine wichtige und grundlegende Frage bei der Wahl des richtigen Camcorders ist, ob es ein Action-Camcorder für den Einsatz unter extremen Bedingungen (Tauchen, Skifahren, Fallschirmspringen, auf dem Rücken eines Löwen) oder doch eher eine Kamera für den gesetzteren familiären Betrieb sein soll. Die Palette der Action-Camcorder wächst rasant und täglich zeigen Video-Plattformen im Internet neue Amateur-Aufnahmen aus der Heimperspektive eines Extremsportlers. Die Vielseitigkeit der kleinen und unzerstörbaren Action-Camcorder scheint grenzenlos. Trotz ihrer aktuellen Beliebtheit eignen sich die Action-Camcorder nicht, wenn es zum Beispiel darum geht, ein familiäres Ereignis oder Tiere aus großer Entfernung zu filmen, da sie in der Regel ein weitwinkliges Objektiv mit fester Brennweite besitzen. Hierfür muss man sich im Bereich der "Nicht-Action-Camcorder" umsehen und zwischen den Kategorien 3D-Camcorder, Full-HD-Camcorder, Mini-Camcorder und Profi-Camcorder unterscheiden. Der Hauptunterschied zu den Action-Camcorder ist, dass die meisten Camcorder Objektive mit mehrfach optischem Zoom und ein integriertes Stereomikrofon besitzen.

Bildqualität

Entscheidende Faktoren für die Bildqualität sind primär der Bildsensor, das Objektiv sowie der Bildstabilisator eines Camcorders, der Erschütterungen kompensieren soll. Im Weiteren wirkt sich auch das Aufnahmeformat auf die Bildqualität aus.

Bildsensor

Der Bildsensor eines Camcorders ist der Bauteil, der das aufzunehmende Bild in elektronische Signale umwandelt, welche über einen Prozessor letztendlich in eine Datei geschrieben werden. Wie gut der Sensor dies leistet hängt wiederum von seiner Beschaffenheit sowie von der Qualität des Objektivs ab, welches ihm vorgesetzt wird. In der Regel gilt, je größer der Sensor, desto besser, da mehr er mehr Licht aufnehmen kann (die einfallende Lichtmenge wird wiederum durch die Lichtstärke des verwendeten Objektivs limitiert). Die gängigen Sensorgrößen in Camcordern werden in Zoll angegeben, so dass sich bei den Geräten des gehobenen Hobby-Anspruchs meist Sensoren mit einer Diagonale von 1/2,88 Zoll oder 6,3 Millimetern finden, während die Semi-Profi und Profi-Modelle mit erheblich größeren Sensoren des APS-C-Formats mit einer Kantenlänge von 23,5 mm x 15,6 mm arbeiten. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Segmenten sind nicht nur deutlich in der Bildqualität sondern auch im Geldbeutel zu spüren, so dass die Investition in ein Profi-Gerät gut überlegt sein will. Aufnahmen in Full-HD (1920 x 1080 Pixel) leisten bereits auch Camcorder mit den kleineren Sensoren in guter Schärfe und Abbildung.
Die Pixelanzahl (Pixel = Bildpunkt) gibt das Auflösungsvermögen des Sensors an  - hierbei gilt rein rechnerisch: je mehr Pixel, desto schärfer das Bild. Dieser "Faustregel" war es zu verdanken, dass sich die Hersteller in den letzten Jahren ein Pixel-Wettbieten lieferten. Zu Bedenken ist hierbei jedoch, dass die Sensoren von Camcordern nicht sonderlich groß sind und der vorhandene Platz für die Unterbringungen von Pixeleinheiten begrenzt ist. Werden also viele Pixel auf engen Raum gequetscht, erhält jeder Pixel relativ wenig Licht, was zu Qualitätseinbussen führt. Darüber hinaus treten an den Grenzen zwischen den einzelnen Pixeln störende optische Effekte auf, die stärker werden, je näher die Einheiten zueinander liegen. Fazit: Eine hohe Pixelzahl ist gut, solang der Sensor genügend Platz bietet.
Die am meisten verbreitete Sensor-Bauform ist der CMOS-Sensor (Complementary Metal Oxide Semiconductor) - ein Sensor, der auf Halbleitertechnologie basiert und vor einigen Jahren den CCD-Sensor (Charge-coupled Device) verdrängt hat, der zwar lichtempfindlicher als der CMOS ist, aber mehr Strom verbraucht.

Objektiv

Das Objektiv eines Camcorders ist von elementarer Wichtigkeit für die Bildqualität. Objektive bilden die Eintrittspforte für das Licht welches letztlich auf den Bildsensor trifft. Die meisten Hobby-Camcorder verfügen über ein fest integriertes Allround-Objektiv, welche große Brennweitenbereiche von weitwinklig bis Super-Tele-Zoom abdecken sollen. Die Bauform solcher Allzweckobjektive erfordert den Einsatz vieler Linsen innerhalb des Objektivs. Mit jeder Linse, die das Licht auf seinem Weg zum Sensor passiert erfährt es gewisse Ablenkungen, aus denen Abbildungsfehler resultieren können. Gerade in ihren Brennweitenendbereichen sind diese Objektive eher abbildungsschwach, aber noch ausreichend für den Hausgebrauch. Wer in allen Brennweitenbereichen auf höchste Qualität nicht verzichten möchte, muss zu Semi-Profi oder Profi-Geräten greifen, denen man über einen Bajonettverschluss hochwertige Objektive vorsetzen kann. Auch hier wieder die Frage, ob sich eine solche Investition lohnt.
Ein wichtiges Qualitätsmerkmal für Objektive ist ihre Lichtstärke, die sich über die Blendenzahl definiert. In den Technischen Angaben der Hersteller wird diese als f/  oder F angegeben. Hierbei gilt: Je kleiner die Blendenzahl, desto lichtstärker das Objektiv. Die Blendenzahl ergibt sich aus dem Verhältnis von Brennweite zu Objektivinnendurchmesser oder bildlich gesprochen: Durch ein kurzes dickes Rohr fällt mehr Licht als durch ein langes dünnes.

Vielseitigkeit

Viele Testmagazine prüfen Camcorder unter anderem auf ihre Vielseitigkeit. Hierzu gehören Parameter wie Anschlussmöglichkeiten, kreative Effekte bei der Aufnahme, Speichermöglichkeiten und sonstige Zusatzfunktionen. Der gängigste Anschluß zur Datenübertragung auf den Computer ist der USB-Port, den fast jeder Camcorder bietet. Neben der kabelgebundenen Kommunikation bieten neuere Modelle auch Wi-Fi an, durch das nicht nur Daten gesendet werden können, sondern auch eine Fernbedienung via Smartphone oder Tablett möglich ist (Voraussetzung ist die entsprechende Applikation). HDMI-Ports sind die Standardverbindung zwischen Camcorder und Fernseher oder Beamer, um das Gefilmte zu präsentieren. Zur Datenspeicherung bieten alle Camcorder Steckplätze für Speicherkarten des SD-Formats (SDHC, SDXC) oder MicroSD - einige bieten auch integrierte Laufwerke. Die integrierten Laufwerke ersparen zwar die Anschaffung einer zusätzlichen Speicherkarte, sind aber etwas unflexibel, wenn es um Datenaustausch geht. Flexibilität zeigen Camcorder vor allem in der Auswahl ihrer Kreativprogramme, mit denen verschiedenste Filmstile (Hollywood etc.) erzeugt werden können. Besonders reizvoll erscheint hier die Funktion der Zeitlupenaufnahme, die einige Hersteller anbieten. Viele Testberichte fragen neben der Filmqualität auch nach der Tonqualität der integrierten Mikrophone - hier gilt: Je teurer der Camcorder, desto besser der Klang. Allerdings lassen sich auch bei vielen der günstigeren Varianten auch externe Mikrophone adaptieren. Standardmäßig lässt sich mit modernen Camcordern auch fotografieren. Die Ergebnisse lassen sich nicht mit einer digitalen Spiegelreflexkamera vergleichen, sind aber für Schnappschüsse brauchbar - wer gute Fotos will, kauft sich normaler Weise eine Fotokamera und keinen Camcorder. Eine beliebte Zusatzfunktion stellen GPS-Modula dar, die das sogenannte Geotagging erlauben: Die Kamera kann so satellitengestützt den Ort der Aufnahme speichern.
Da das 3D-Fernsehen in den letzten Jahren immer beliebter und preislich erschwinglich wurde, setzen einige Hersteller auch auf die Entwicklung entsprechender 3D-Camcorder, mit denen auch der Privatfilmer seine Erlebnisse dreidimensional festhalten kann. Bisher ist das 3D-Camcorder-Angebot aber noch gering und der Einstiegspreis hoch.

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