Was?
Unabhängige Testberichte aus Fachzeitschriften

Waschmaschinen im Test

Die Waschmaschine gehört wohl zu den wichtigsten Haushaltgeräten daheim. Ihre Entwicklung definierte komplett neue Hygienestandards im Haushalt. Heute hat eigentlich fast jeder eine Waschmaschine zuhause stehen oder zumindest Zugriff auf eine Gemeinschaftswaschmaschine im Haus. Die besten Waschmaschinen im Test finden Sie auf eTest.de.

Andererseits gibt es mittlerweile eine so große Vielfalt an verschiedenen Waschmaschinentypen, dass die Auswahl nicht leicht fällt. Für alle die eine neue Waschmaschine kaufen möchten, bietet ein Blick auf die von uns gesammelten Testberichte aus unterschiedlichen Warentests verschiedener Verbrauchermagazine eine gute Orientierung. Hier finden sich alle Testsieger sowie die jeweiligen Energiespar- und Preis-/Leistungssieger. Wobei letztere natürlich besonders günstig sind.

Wir führen aber auch eigene Produkttests durch und stellen Ihnen jede Woche unsere TOP-3-Produkte einer speziellen Produktkategorie im Video-Überblick online vor. Da wir unsere Ergebnisse bereits seit Jahren sammeln, finden sich auf unseren Seiten nicht nur Tests aus 2014, sondern auch aus den Vorjahren, nebst Erfahrungsberichten unserer User. Gerade bei Artikeln, die oft über Jahre hinweg unverändert angeboten werden, optimiert eine größere Anzahl verschiedener gesammelter Testberichte deren Aussagekraft.

Die Preisübersicht bietet neben Preisen für originale Neuware auch Zugriff auf Angebote für besonders günstige, gebrauchte Artikel, wie sie teilweise beispielsweise auch bei Amazon zu finden sind  Aber auch günstig und neu ist kein Problem. Werfen Sie einen Blick auf  die wöchentlich aktualisierten und von uns vorgestellten Discounter-Schnäppchen, mit denen sich beim Kauf durchaus der ein oder andere Euro sparen lässt - auch wenn hierfür ein Testbericht meist noch aussteht.

All dies soll Ihnen helfen, die optimale Waschmaschine für Ihre ganz speziellen Bedürfnisse in möglichst kurzer Zeit zu finden und das auch noch zum besten Preis.

Tipps & Tricks zum Thema Waschmaschinen

Typen von Waschmaschinen

Grundsätzlich unterscheidet man hierzulande zwischen Frontlader und Toplader Waschmaschinen, weltweit gibt es allerdings noch andere Typen, z.B. die Bottichwaschmaschine, die aber in Europa wenig verbreitet sind.

SIemens iQ 800 (© Siemens)

Die Siemens iQ800 - ein moderner Frontlader (Foto: Siemens)

Frontlader

Bei einer Frontlader-Waschmaschine wird die Waschtrommel von vorne beladen. Durch die größere Ladeluke auf der Front ist das Be- und Entladen dieser Geräte leichter, als bei so genannten Toplader-Waschmaschinen. Zudem kann die Oberseite als Ablagefläche verwendet oder die Waschmaschine als Unterbaugerät in das Interieur des Badezimmers oder der Küche integriert werden. Frontlader haben 2014 meist eine feste Breite von 60 Zentimetern. Selten sind Geräte mit weniger oder mehr Breite. Eher unterscheiden sich die Modelle je nach Fassungsvermögen in der Tiefe und vor allem in der Höhe. Frontlader-Waschmaschinen gibt es schon mit einem Fassungsvermögen von 3 Kilogramm zu kaufen. Gängiger sind aber 5 Kilogramm als Einsteigerklasse. Für Großfamilien bieten die Hersteller Maschinen mit bis zu 15 Kilogramm Fassungsvermögen an, die dann aber auch das Standardmaß von 60 Zentimetern Breite überschreiten.

Bauknecht WAT PLUS 622 DI (© Bauknecht)

Die Bauknecht WAT PLUS 622 DI - eine typische Toplader-Waschmaschine (© Bauknecht)

Toplader

Toplader haben den Vorteil, besonders platzsparend zu sein. So muss z.B. kein Raum vor der Waschmaschine gelassen werden, um die Trommel zu öffnen. Toplader-Waschmaschinen werden nämlich nach oben geöffnet. Sie halten sich nicht an das Standardmaß der Frontlader, da sie auch nicht unterbaufähig sind. Sie werden von oben beladen und haben kein Fenster, so dass man seiner Wäsche nicht beim Waschen zuschauen kann. Dies ist Bauartbedingt, da die Wäschetrommel beidseitig aufgehängt ist und durch eine Klappe in der Trommel befüllt wird. Die kleinsten Frontlader-Waschmaschinen haben ein Fassungsvermögen von etwa 5 Litern und eine Breite von nur 40 Zentimetern. Damit sind sie deutlich platzsparender als Frontlader-Waschmaschinen mit derselben Kapazität. Die größten Toplader-Waschmaschinen haben ein Fassungsvermögen von etwa 8 Litern

Waschtrockner

Waschtrockner sind Waschmaschinen und Wäschetrockner in einem Gerät. Oft können sie die Wäsche sogar in einem Arbeitsgang erst waschen und dann trocknen. Waschtrockner gibt es u.a. von den bekannten Firmen Miele und AEG. Bislang sind Waschtrockner noch eine Nischenform der Waschmaschinen. Preislich liegen Waschtrockner aber auch deutlich oberhalb normaler Waschmaschinen und kosten teilweise so viel wie zwei separate Geräte. Die Wasch- und Trocknungsleistung ist laut Test aber annähernd genauso gut, wie bei separaten Geräten. Man sollte aber beachten, dass man bei einem Waschtrockner, wenn man in einem Arbeitsgang waschen und trocknen will, nur so viel Wäsche einfüllen darf, wie zum Trocknen empfohlen wird. Das sind bei vielen Geräten gerade einmal 3 Liter.

Funktionen einer Waschmaschine

Je nach Modell bieten Waschmaschinen heute eine Vielzahl von Sonderfunktionen. Diese und weitere Features, die man beachten sollte, haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Mengenautomatik

Waschmaschinen mit Mengenautomatik sparen Wasser indem sie selbstständig feststellen, wie viel Wasser zum Waschen der Wäsche in der Trommel notwendig ist. Sie dosieren das Wasser anhand des eingestellten Programms aber auch anhand der Menge der eingefüllten Wäsche.

Beladungserkennung/Dosierempfehlung

Waschmaschinen mit Beladungserkennung warnen nicht nur vor Überladung der Trommel, sie geben zum Teil sogar eine Empfehlung zur Dosierung des Waschmittels ab. Das spart im Zweifel Strom, Wasser und Waschmittel. Es gibt mittlerweile aber auch vollautomatische Dosiersysteme, z.B. von Bosch, die aus einem Vorratsbehälter die exakt benötigte Menge an Waschmittel der Wäsche zuführen.

Schleuderdrehzahl

Nach dem Waschen folgt in der Waschmaschine der Schleudergang. Der ist je nach Maschine mit unterschiedlichen maximalen Umdrehungszahlen möglich. Die maximale Schleuderleistung variiert stark mit dem Preis der Maschine. Günstige Modelle bringen es oft nur auf 1000 Umdrehungen pro Minute, etwas teurere Modelle schleudern dagegen mit bis zu 1600 UpM oder noch mehr. Je höher die Umdrehungszahl beim Schleudergang, desto trockener kommt die Wäsche aus der Maschine. Wer einen Trockner besitzt verbraucht so insgesamt weniger Energie, wenn er seine Wäsche vorher in der Waschmaschine bei höherer Umdrehungszahl schleudert, so dass sie nicht so lange im Wäschetrockner rotieren muss. Allerdings kommt die Wäsche bei höherer Drehzahl auch zerknitterter aus der Maschine. Die Schleuderleistung einer Waschmaschine wird durch die Schleudereffizienzklasse, auch Schleuderwirkungsklasse genannt, angegeben.

Energieeffizienzklasse Waschmaschinen (© Europäische Komission)

Die Energieffizienzklasse gibt den Energieverbrauch einer Waschmaschine an (Quelle: Europäische Komission)

Energieeffizienzklasse

Mittlerweile gibt es sehr viele Waschmaschinen, auch in niedrigeren Preisklassen, die die höchste Energieeffizienzklasse A+++ erreichen. Diese gibt den Energieverbrauch eines Elektrogeräts an und kommt zum Beispiel auch bei Fernsehern oder Kühlschränken zur Geltung. Einige Hersteller werben sogar damit, dass ihre Maschinen bis zu 20 Prozent unter dem Grenzwert für die beste Energiesparklasse liegen. Seit Ende 2013 müssen Neugeräte zwingend mindestens den Standard A+ erfüllen.
Viele Waschmaschinen haben ein spezielles Energiesparprogramm, das zwar tatsächlich Geld sparen kann, aber meist auch deutlich länger dauert als das Normalprogramm bei derselben Temperatur. Um dieselbe Waschleistung bei geringerem Energieverbrauch zu gewährleisten, waschen die Maschinen einfach langsamer, so dass man mindestens 30 Minuten, teilweise aber auch 60 oder 90 Minuten länger warten muss, bis die Wäsche aufgehängt werden kann. Und auch wenn einzelne Waschprogramme bis zu 4 Stunden dauern können, sind diese jedoch trotzdem meist sehr viel energiesparender als schnelle Waschprogramme - trotz gleicher Energieeffizienzklasse. Weshalb man sich vor dem Kauf entscheiden sollte, ob man eine langsam und wirklich energiesparendende Waschmaschine anschaffen will oder ob man mehr Wert auf einen raschen Programmablauf legt.

Startzeitvorwahl

Viele Maschinen bieten eine Startzeitvorwahl, so dass die Maschine nicht sofort anfängt zu waschen, sondern erst zu einer voreingestellten Uhrzeit. Das ist praktisch wenn man z.B. günstige Nachtstromtarife nutzt.

Knitterschutz

Damit die Wäsche weniger zerknittert aus der Maschine kommt, bieten einige Maschinen einen Knitterschutz. Der Schleudergang endet dann mit langsameren Drehungen der Trommel, was die Wäsche auflockert.

So bewerben die Waschmaschinenhersteller ihre aktuelle Gerätegeneration auf YouTube

Die modernen Waschmaschinen können heute immer mehr. Das bietet viel Raum für kreative Werbung oder einfache Erklärvideos. Denn zu erklären gibt es viel bei den modernen Waschmaschinen mit ihren zahlreichen, teilweise sehr originallen Funktionen. Hier finden Sie eine Auswahl der Videos der verschiedenen Waschmaschinenhersteller.

Miele

Bosch

Bauknecht

 

Siemens

Panasonic

LG

Richtiges Waschen mit den verschiedenen Waschprogrammen

Moderne Waschmaschinen bieten eine Vielzahl von Waschprogrammen und anderen Funktionen. Doch wie wasche ich richtig? eTest.de erklärt es.

1. Sortieren

Die Wäsche sollte nach Farbe und Material sortiert werden. Idealerweise wäscht man weiße Wäsche mit anderer weißer Wäsche. Ebenfalls separiert wird die herkömmliche Buntwäsche, die auch nach längerer Zeit noch Farbe abgeben kann. Ebenfalls separat sollte man schwarze Wäsche waschen. Außerdem gibt es noch die Kategorien Feinwäsche, zu der Dessous, Sportwäsche oder Seidenstoffe etc. gehören können, und Wollkleidung.

Siemens iQ800 eco (© Siemens)

Die Qual der Waschprogramm-Wahl (Foto: Siemens)

2. Waschprogramm

Waschmaschinen bieten unterschiedliche Waschprogramme an. Davon gibt es mittlerweile immer mehr, so dass sich wirklich für jede Wäsche ein individuelles Programm finden lässt. Wir führen einige von Ihnen auf.

Kochwäsche
Kochwäsche bezeichnet strapazierfähige Textilien, meist aus Baumwolle, die Temperaturen von 95 Grad aushalten, also quasi gekocht werden können. Die Bezeichnung stammt aus der Zeit vor der Erfindung der Waschmaschine, als Wäsche tatsächlich noch gekocht wurde. Das Waschen der Kleidung bei hohen Temperaturen dient vor allem dazu Bakterien und Keime abzutöten. So wäscht man typischerweise z.B. Bettwäsche oder Handtücher bei 95 Grad.

Feinwäsche
Das Feinwaschprogramm ist für besonders empfindliche Textilien, wie Seide gedacht oder für Stoffe, die leicht einlaufen.  Dabei wird von der Maschine mehr Wasser und eine geringere Drehzahl verwendet. Außerdem ist oft ein kürzerer Schleudergang eingeplant.

Vorwäsche
Die Vorwäsche wird eingestellt, wenn die Textilien besonders stark verschmutzt sind. Bei der Vorwäsche wird die Kleidung vor der eigentlichen Hauptwäsche eingeweicht, so dass grober Schmutz gelöst wird.

Pflegeleicht
Das Pflegeleicht-Programm eignet sich für leicht verschmutzte Wäsche und für weniger strapazierfähige Materialien wie Kunstfasern oder Mischgewebe. Der Wasserstand ist bei der Pflegeleicht-Wäsche höher und die Drehzahl der Trommel niedriger als bei normalen Waschprogrammen.

Schnellwaschgang
Der Schnellwaschgang eignet sich, wie der Name schon sagt, dann wenn es mal schnell gehen muss. Einige Maschinen haben solcherlei Programme, die Wäsche schon in einer Zeit von unter einer halben Stunde fertig gewaschen haben. Das reicht aber nur bei leicht verschmutzter Wäsche für ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis.

Misch- und Mixprogramme
In Single-Haushalten werden oft unterschiedlichste Textilien zusammen in einem Waschgang gesäubert, ganz einfach aus Faulheit oder weil die Dreckwäsche nicht für eine komplette Weiß-, Koch- oder Buntwäsche reicht. Damit die Ergebnisse trotzdem zufriedenstellend ausfallen, haben einige Hersteller Mischprogramme entwickelt.

Wolle
Wollkleidung bedarf einer besonderen Behandlung und auch eines besonderen Waschmittels. Daher hat auch fast jede Waschmaschine ein spezielles Programm für Wollkleidung.

Spülen
Spülen ist normalerweise Teil des Gesamtwaschprogramms. Dabei wird das Waschmittel aus der Kleidung ausgespült. Der Spülgang lässt sich bei den meisten Waschmaschinen aber auch separat auslösen.

Abpumpen
Auch das Abpumpen des Wassers ist Teil jedes Waschprogramms. Doch auch dieser Vorgang lässt sich separat auslösen, wenn z.B. das Waschprogramm abgebrochen wurde.

Sensitive/Allergikerprogramm
Einige Waschmaschinen bieten ein spezielles Sensitiv- oder Allergikerprogramm. Da Allergiker teilweise auch auf Waschmittel- oder Weichspüler-Rückstände in der gewaschenen Kleidung empfindlich reagieren können, bieten einige Hersteller eine entsprechende Waschoption an, bei der die Wäsche mehrfach durchgespült wird, um auch diese Restspuren aus der Kleidung zu entfernen. Auch wenn diese Funktion nicht immer als Allergiker-Funktion bezeichnet wird. Auch unter "Extra spülen" oder "Wasser plus" verbergen sich oftmals zusätzlich einstellbare Spülgänge. Sollten sich dennoch immer noch Hautreaktionen einstellen, bietet der Handel auch noch spezielle Allergikerwaschmittel an.

Sportswear-Programm
Es gibt Waschmaschinen mit einem speziellen Programm für Sport-Funktionskleidung, die so schonend und schnell gereinigt wird.

3. Waschmittel

Für die unterschiedlichen Wäschearten eignen sich unterschiedliche Waschmittel, wobei es auch zahlreiche Universalwaschmittel gibt, die sich für verschiedene Arten von Kleidung eignen.

Vollwaschmittel
Vollwaschmittel ist vor allem für weiße Wäsche geeignet und kann auch für die Kochwäsche bis 95 Grad Celsius verwendet werden. Bunte Wäsche bleicht bei der Behandlung mit Vollwaschmittel schnell aus.

Colorwaschmittel
Wie der Name schon sagt, ist Colorwaschmittel für farbige Wäsche gedacht, da es im Gegensatz zum Vollwaschmittel keine optischen Aufheller enthält.

Feinwaschmittel
Kleidung aus synthetischem Material, aber z.B. auch andere empfindliche Fasern wie Seide wäscht man am besten mit Feinwaschmittel

Wollwaschmittel
Kleidung aus echter Wolle ist wiederum ein Fall für sich und benötigt auch ein spezielles Waschmittel.

Spezial-/Sonderwaschmittel (für schwarze Kleidung etc.)
Die Wirksamkeit von anderen Sonderformen von Waschmittel ist umstritten. So gibt es Menschen, die sagen, dass Spezialwaschmittel für schwarze Kleidung totaler Humbug sei, andere schwören darauf.

Weichspüler
Weichspüler helfen gegen die so genannte Trockenstarre bei Kleidung, die direkt aus der Waschmaschine kommt. Sie sind aber zum einen teuer, zum anderen belasten sie die Umwelt. Ein alternatives Hausmittel, das die Kleidung ebenfalls weicher macht ist Essig. So sollte man etwa eine viertel bis halbe Tasse Essig zum Waschmittel geben, der unangenehme Essiggeruch verflüchtigt sich beim Waschen.

Wie die Wäsche zu waschen ist, entnimmt man auch den Textilpflegesymbolen, die in die Kleidung eingenäht sind. Eine Übersicht über die Pflegesymbole und ihre Bedeutung finden Sie hier.

 

Vorbehandlung schwieriger Flecken

  • Kaffee- und Kakaoflecken können in Salzwasser eingeweicht werden, bevor man sie in die Waschmaschine verfrachtet.
  • Ketchupflecke erst eine Stunde in kaltem Wasser einweichen und anschließend mit warmer Seifenlauge nachspülen.
  • Leichte Lippenstiftflecke kann man mit Gallseife oder farblosem Geschirrspülmittel entfernen. Dazu vorher die Stelle mit warmem Wasser befeuchten und mit der Gallseife oder dem Geschirrspülmittel über den Fleck reiben. Anschließend mit fließendem warmem Wasser abspülen und normal in der Maschine waschen.
    Kräftigere Lippenstiftabdrücke kann man vorsichtig mit Waschbenzin, Spiritus oder reinem Alkohol betupfen (nicht reiben). Dazu vorher aber an einer unsichtbaren Stelle den Stoff auf Farbechtheit prüfen.
  • Saftflecken am besten mit Essig oder Zitronensaft beträufeln und danach mit warmem Wasser ausspülen. Bei farbigen Textilien vorab an unauffälliger Stelle die Farbechtheit testen.
  • Schokolade kann mit lauwarmer Seifenlauge vorbehandelt werden.
  • Senfrückstände lassen sich mit lauwarmem Wasser ausspülen oder aber auch mit Sodawasser vorbehandeln und dann erst mit warmem Wasser Wasser nachspülen.

Eine kleine Geschichte des Wäschewaschens

In der Folge lesen Sie eine kleine Kulturgeschichte des Wäschewaschens und der Waschmaschine. Mit der Entwicklung der Textilien und der Waschtechniken haben sich über die Jahrhunderte auch die Hygienenormen der Gesellschaft und die Bedeutung des Waschvorgangs verändert.

Traditionelles Waschen auf dem Land

Bevor die Waschmaschine erfunden wurde, veränderte sich der Waschvorgang über Jahrhunderte hinweg kaum.
Wenn es so weit war, wurde die Wäsche zunächst einige Tage in kaltem Wasser eingeweicht und dann ausgewrungen. Anschließend wurde sie in einer Lauge gespült, schließlich wurde sie mit dem Wäschestampfer bearbeitet und dann mit kochendem Wasser ausgespült oder einfach zum nächsten Fluss oder zum Dorfteich gebracht, um sie dort von der Lauge zu befreien.
Die Wäsche in der Lauge zu kochen wurde vor allem seit Beginn des 20. Jahrhunderts zunehmend populär, was mit einer aufkommenden Angst vor Keimen zusammen hing, die wiederum durch die Werbemaßnahmen der Seifenindustrie forciert wurde. Auch damals trennte man schon die Wäsche, wusch aber alles nacheinander im selben Waschwasser. Zunächst kamen Tischtücher, Bettwäsche und gute Handtücher an die Reihe, dann die normale, weiße Wäsche, zum Schluss die Buntwäsche.
Nach dem Kochen kam die Wäsche auf das Waschbrett auf dem die Flecken ausgerieben wurden.
Waschen in der Stadt
Aufgrund der beengten Verhältnisse gab es beim traditionellen Wäschewaschen in der Stadt einige Abweichungen zum Vorgehen auf dem Land. In betuchten bürgerlichen Haushalten, die einen großen Vorrat an der damals üblichen Leinenwäsche hatten, war bis ins 19. Jahrhundert hinein teilweise nur zweimal im Jahr Waschtag. Spätestens ab Mitte des 19. Jahrhunderts war aber eine Wäsche alle zwei bis vier Wochen auch hier Standard. Kleidung, die nicht aus Leinen bestand wurde nicht gewaschen, sondern allenfalls ausgebürstet. Für gut situierte Familien übernahmen bereits ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Wäschereien die lästige Wascharbeit oder man beschäftigte eine Wäscherin.

In den ärmeren Haushalten wurde die Waschlauge mit der Wäsche einfach auf dem Herd gekocht, eine Waschküche gab es in den meisten Mietshäusern erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Die Wäsche wurde bei schlechtem Wetter sogar in der Wohnung getrocknet. Da in der Arbeiterschaft der Wäschevorrat deutlich kleiner war, war es notwendig mindestens wöchentlich, bei Familien mit Kindern sogar täglich Wäsche zu waschen.

Technische Entwicklungen

Das älteste mechanische Hilfsmittel beim Wäschewaschen ist wohl der Pleuel, ein breites Brett mit Handgriff, das bereits im 10. Jahrhundert zum Ausschlagen der Waschlauge diente. Auch das Waschbrett ist schon einige Jahrhunderte alt. Zuvor kam eine Bürste zum Einsatz. Im Gegensatz zu dieser ist das Fleckenausreiben mit dem Waschbrett aber schonender für die Kleidung. Der Wäschestampfer wurde verwendet, um die Hände bei der Behandlung der Wäsche mit der Waschlauge zu schonen.

Zeittafel des Waschvorgangs

Ca. 2500 v. Chr.  Ägypter und Sumerer kennen bereits die Seife
14. Jh. In Deutschland entstehen erste Seifensiederzünfte
1791 Entwicklung des synthetischen Sodas
1876 Die Firma Henkel wird gegründet
1901 Miele präsentiert seine erste Bottichwaschmaschine
1902 Verfahren zur künstlichen Fetthärtung durch Wilhelm Normann
1907 Das erste selbst bleichende Waschmittel Persil kommt auf den Markt
1932 Das erste Feinwaschmittel FEWA kommt auf den Markt
1951 Die erste vollautomatische Trommelwaschmaschine wird vorgestellt

 

1691 wurde in England erstmals eine Waschmaschine zum Patent angemeldet, die mir der heutigen Form aber noch kaum etwas gemein hatte. Es handelte sich dabei vielmehr um eine Art mechanisches Waschbrett. Das Gerät wurde auch Wäscheschaukel genannt, da sich die Wäsche in ihr über ein Walzenbrett hin und her bewegte. 1780 gab es außerdem eine erste Wringmaschine.

Der heutigen Form der Waschmaschine näher kamen da schon die Bottichwaschmaschinen, die z.B. die heute noch für ihre Haushaltsgeräte bekannte Firma Miele 1901 auf den Markt brachte. Sie bestanden aus einer großen Trommel, in die die Lauge gefüllt und die zunächst mit Muskelkraft, später elektrisch gedreht wurde. Spätere Bottichwaschmaschinen hatten integrierte Heizelemente, um das Wasser zu erhitzen und eine Wasserpumpe, um das Abwasser nach dem Waschgang bequem in den Ausguss ablassen zu können.

Eine klassische Bottichwaschmaschine

Sofern man sich überhaupt eine Waschmaschine leisten konnte, hatte man zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Bottichwaschmaschine, die erst nach dem zweiten Weltkrieg von der Trommelwaschmaschine nach heutiger Prägung abgelöst wurde.

Zwar wurde bereits im Jahr 1782 ein erstes Patent für eine Trommelwaschmaschine angemeldet, sie war aber erst in den 1950er Jahren wirklich marktreif, denn bis dahin schäumten die Waschmittel zu stark für diese Art der Maschine. 1951 wurde auf der Bauausstellung in Hannover die erste vollautomatische Waschmaschine vorgestellt, bei der jeder Waschgang aber immer noch per Hand ausgelöst und das Wasser nach jedem Waschgang abgepumpt werden musste.

Durch die enormen Fliehkräfte, die eine solche Waschtrommel erzeugt, war es aber zunächst notwendig, die Trommelwaschmaschine fest auf einem Betonsockel zu montieren, was meist nur im Keller möglich war. Die Bottichwaschmaschine konnte zu diesem Zeitpunkt schon problemlos in der Wohnung betrieben werden. Erst später wurden in die Trommelwaschmaschinen eine Federung  und Stoßdämpfer eingebaut.

Anfang der 1960er Jahre setzte sich außerdem die Programmautomatik durch, durch die man nur noch einen Knopf drücken und einen Drehschalter in die richtige Position drehen musste, wie man es heute auch noch kennt.

Geschichte des Waschmittels

Die Vorläufer der Seife waren nicht wirklich appetitlich. Die Ägypter benutzten gefaulten Urin zum Reinigen der Wäsche, was in englischen Wollmanufakturen noch bis ins 18. Jahrhundert gängig war. Auch Schaf- und Schweinekot oder Rindergalle wurden eingesetzt.

Im Orient war man fortschrittlicher und setzte schon seit dem zehnten Jahrhundert auf das so genannte Seifenkraut, das später bis ins 19. Jahrhundert auch in Deutschland angebaut wurde. Weitere Hilfsmittel zur Wäschereinigung sollen hier unerwähnt bleiben- Gängig war lange Zeit aber eine Lauge aus Holzasche, zu der zum Teil gebrannter Kalk hinzugegeben wurde.

Die ersten Seifensieder kamen vermutlich aus dem alten Ägypten. Der Begriff Seife wurde als solcher erstmals im zweiten Jahrhundert n. Chr. Verwendet. Populär wurde das Waschzubehör, das sowohl zur Körperreinigung als auch zum Waschen von Wäsche eingesetzt wurde, im frühen Mittelalter. Besonders rund um das Mittelmeer, wo das zur Seifenherstellung notwendige Olivenöl angebaut wurde, lagen die Zentren der Seifenproduktion. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der frühen Seife waren Meerespflanzen, deren Asche das zur Seifenherstellung ebenso wichtige Soda lieferte.

Die Seifensiedekunst breitete sich schließlich auch in das nördlichere Europa aus, so dass es seit dem 14. Jahrhundert auch in Deutschland Seifensiederzünfte gab. Die Zielgruppe der Seife war damals aber auf die betuchtere Kundschaft beschränkt. Der Otto-Normal-Verbraucher stellte sich, wenn er nicht einfach Asche nahm, Schmierseife selber her, üblicherweise aus billigen Ölen, wie Rüböl, Leinöl, Hanföl oder Tran.

Durch das Aufkommen der chemischen Industrie hielten auch immer mehr chemische Bestandteile Einzug in die Kunst des Wäschewaschens. 1791 schon konnte erstmals synthetisches Soda aus Steinsalz gewonnen werden. Bald schon standen auf der ganzen Welt Sodafabriken. Allerdings wurde so schnell das Fett knapp, was wiederum 1902 von Wilhelm Normann durch ein Verfahren zur künstlichen Fetthärtung ausgeräumt wurde. Dadurch konnte man nun auch tierische Fette zur Seifenherstellung verwenden, was zu einer kurzen Blütezeit des Walfanges führte. Die heute noch für Waschmittel bekannte Firma Henkel hatte vor dem zweiten Weltkrieg sogar ihre eigene Wahlfangflotte. Bald jedoch wurde auch die Fettherstellung vollkommen synthetisiert und seither wird Fett für Waschmittel aus Parafin gewonnen.

Henkel wurde 1876 vom Kaufmann Fritz Henkel gegründet. Eines der ersten Produkte war Henkel’s Bleichsoda, eines der der ersten auf das Wäschewaschen ausgerichtete Waschmittel. 1907 brachte Henkel das erste selbst bleichende Waschmittel auf den Markt, das er Persil nannte.

Persil Waschmittel von 1907 bis heute (© Henkel)

Das Waschmittel Persil gibt es schon seit 1907 (Bild: Henkel)

Auch die Mode veränderte sich mit der Zeit und zwang die Waschmittelindustrie zur Weiterentwicklung ihrer Produkte. Immer feinere, leichtere und buntere Stoffe wurden eingesetzt, die von der Seifenlauge stark angegriffen wurden. Um dem Abhilfe zu schaffen wurde 1932 mit FEWA das erste Feinwaschmittel eingeführt. Die letzte wichtige Entwicklung des Waschmittels fand nach dem zweiten Weltkrieg im Zuge der Entwicklung der Trommelwaschmaschine statt: Das schaumgebremste Waschmittel, das ein Überschäumen der modernen Maschinen verhinderte.

Sauberkeitsnormen

Bevor sich die Waschmaschine durchsetzte, musste Kleidung allenfalls unmittelbar nach dem Waschen weiß sein. Gewaschen wurde aufgrund des hohen Aufwands selten, so dass man mit der Wäsche sparsam sein musste. Die Oberbekleidung bestand meist aus Leinen und wurde allenfalls einmal die Woche gewechselt. Flecken waren normal. Nur unmittelbar nach dem Waschen musste die Kleidung weiß sein, denn Flecken bei der zum Trocknen draußen aufgehängten Kleidung ließ auf die Unfähigkeit der Hausfrau schließen.
Festtagskleidung, die nicht aus Leinen bestand wurde normalerweise gar nicht gewaschen, Flecken wurden allenfalls mit schwarzem Kaffee behandelt.
Mit dem Aufkommen des Waschautomaten nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Waschvorgang erheblich vereinfacht und die Hygienenormen änderten sich. Flecken sind heute verpönt, Unterwäsche wird täglich gewechselt, einfach weil das Waschen keinen so großen Aufwand mehr bedeutet.

225 Produkte

Filter & Kategorien
Filter
225 Treffer
Seite1von 10
|225 Produkte

Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versand. Preise können sich ändern. Hinweise