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Unabhängige Testberichte aus Fachzeitschriften

Objektive im Test


Auf der Suche nach dem besten Objektiv für Ihre Kamera? Hier finden Sie aktuelle Objektive im Test. Wir stellen nicht nur alle Objektive der wichtigsten Hersteller vor, sondern haben aus diversen Online- und Printmedien Testberichte zu Objektiven gesammelt und in unseren Auswertungen der Testberichte in Textform aufbereitet. Wurde das Objektiv im Test mit einer Note, Prozent- oder Punktbewertung oder einer Auszeichnung versehen, lassen wir diese zu einer Test-Durchschnittsnote zusammenfließen. So bekommen Sie schnell und einfach einen Überblick über die besten Objektive im Test.

Wenn Sie sich bereits gut auskennen, kommen Sie mit unserer obenstehenden Filterfunktion schnell und einfach zu Ihrem Wunsch-Objektiv. Neu dabei? Dann lesen Sie sich unsere Objektiv-Kaufberatung durch.

Was für ein Objektiv kommt an meine Kamera?

Für Fotografie-Anfänger ist es oft unübersichtlich, welches Objektiv an die neue Kamera passt. Nur weil "Canon" auf dem Objektiv steht, bedeutet dass nämlich noch lange nicht, dass das Objektiv auch an alle Canon-Kameras passt. Dafür gibt es aber viele Anbieter wie Sigma oder Tamron, die kaum oder gar keine eigenen Kameras herstellen, sondern sich primär Objektive für die Kameras andere Hersteller spezialisiert haben.
Um die Kompatibilität von Kamera und Objektiv in Erfahrung zu bringen, muss man eigentlich nur eines wissen: was für ein Bajonett die Kamera hat. Das Bajonett ist das Gewinde, über welches das Objektiv an der Kamera befestigt wird und damit so etwas wie die Schuhgröße der Kamera. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welches Bajonett Ihre Kamera hat, suchen Sie sich bei unseren Spiegelreflexkameras oder Systemkameras ihr Modell heraus und schauen Sie rechts neben dem Produktbild in den technischen Daten nach.

Objektivtypen

Objektive können grob in die von ihnen abgedeckten Brennweitenbereiche einteilt werden. Eine Normalbrennweite entspricht ungefähr dem, was das menschliche Auge wahrnimmt – ca. 30 bis 50 mm. Alle Werte darunter gelten als Weitwinkel, alles darüber rutscht in den Telebereich. Wichtig ist auch die Unterscheidung in Zoom und Festbrennweite. Bei Zoom-Objektiven kann die Brennweite verändert werden, Festbrennweiten sind fix. Nicht selten bieten Festbrennweiten eine bessere Bildqualität als Zoomobjektive, folglich sind sie trotz ihrer Einschränkungen sehr beliebt.

Keine Angst vor dem Crop-Faktor: Brennweitenumrechnung für Objektive

Was viele Einsteiger irritiert: die Brennweite ein und desselben Objektivs kann an zwei Kameras unterschiedlich sein. Das hängt mit der Sensorgröße zusammen. Alle Objektive sind auf die Aufnahmegröße des 35-mm-Kleinbilds gerechnet, also von einem Belichtungsbereich von 36 x 24 mm aus. Das entspricht der Größe, die einem Foto auf dem Film entspricht, wie er früher in normalen analogen Kameras zu finden war. Wer noch Filme zum Entwickeln abgegeben hat, wird sich an die Negative erinnern: ein Negativ-Bild ist 36 x 24 mm groß.

Die Rolle des Films wird im Zeitalter der digitalen Fotografie durch den Aufnahmesensor ersetzt. Die meisten Spiegelreflex- und Systemkameras haben allerdings Sensoren, die kleiner sind als 36 x 24 mm. Wenn nun ein kleinerer Sensor in den „Lichtstrahl“ eines 35-mm-Objektivs gesetzt wird, werden die Ränder des Lichtstrahls nicht aufgenommen. Es wird nur der zentrale Bereich des Bildes aufgenommen. Das ist quasi identisch mit einer Ausschnittsvergrößerung oder einem Verschieben der Brennweite in den Tele-Bereich. Also: Wer ein Nikon-Objektiv an einer Vollformat-Nikon mit 36-x-24-mm-Sensor einsetzt, bekommt genau die Brennweite, die auf dem Objektiv steht. Benutzt man das gleiche Objektiv aber an einer Nikon APS-C-Kamera mit einem Sensor von 24 x 16 mm, wird nur der zentrale Bildbereich aufgenommen. Die angegebene Brennweite stimmt also nicht mehr, sie ist effektiv etwas länger geworden. Darum wird zu jeder Kamera ein Crop-Faktor angegeben, also der Faktor, mit dem die Brennweitenwerte eines Objektivs multipliziert werden müssen, damit man die effektive Brennweite erfährt. Bei Nikon-APS-C-Kameras sind das 1,5x. Eine auf dem Objektiv angegebene Brennweite von 20 mm liefert damit an einer Nikon-APS-C effektiv 30 mm.

Leider wäre es im Sinne der Physik nicht korrekt, einfach die effektive Brennweite auf das Objektiv zu schreiben (Wen der entsprechende technische Hintergrund interessiert, sollte nach dem Stichwort "Formfaktor" suchen).

Für einen Überblick haben wir hier die Crop-Faktoren der wichtigsten Bajonettsysteme gesammelt:

  • Canon EF: 1x
  • Canon EF-S: 1,6x
  • Canon EF-M: 1,6x
  • Nikon F: 1,5x (an APS-C-Kameras); 1x (an Vollformatkameras)
  • Sony / Konica Minolta A: 1,5x (an APS-C-Kameras); 1x (an Vollformatkameras)
  • Pentax K: 1,5x
  • FourThirds: 2x
  • Fujifilm X: 1,5x
  • MicroFourThirds: 2x
  • Nikon 1: 2,7x
  • Pentax Q: je nach Modell der Reihe 4,6x oder 5,53x
  • Samsung NX: 1,5x
  • Sony E: 1,5x
  • Sony E (Vollformat): 1x

Lassen Sie sich nicht verwirren. Im Grunde müssen Sie nur den Crop-Faktor Ihrer Kamera kennen, dann können Sie die Brennweite jedes Objektivs ausrechnen, dass für Sie in Frage kommt.

Lichtstärke – Tiefenschärfe & Belichtungszeit

Ein wichtiges Kriterium ist die Lichtstärke. Diese Zahl besagt, wie groß maximal die Öffnung (Blende) sein kann, durch die das Licht auf den Aufnahmesensor fällt. Achtung: Je kleiner die Zahl, desto größer die maximal mögliche Blende. Eine große Blende hat zum einen den Vorteil, dass durch das „große Loch“ mehr Licht kommt und darum kürzer belichtet werden muss. Das beugt in vielen Fällen Verwacklungsunschärfen vor.
Doch auch in der Bildgestaltung spielt die Blende eine Rolle. Je größer die Blende/ je kleiner die Blendenzahl, desto kleiner ist die Ebene, die scharfgestellt werden kann. Wer also Fotos mag, auf denen Vorder- oder Hintergrund stark verschwommen sind: das wird durch die Blende gesteuert.
Nachteil: Lichtstarke Objektive sind meistens relativ teuer, da ihre Konstruktion komplexer und aufwändiger ist und mehr hochwertiges Glas verbaut wird.

Der Bildstabilisator

Es ist eine Glaubensfrage: sollte man den Bildstabilisator in der Kamera (als beweglich gelagerten Sensor) oder in der Optik (beweglich gelagerte Linsen) einbauen? Auf diese Frage haben verschiedene Hersteller unterschiedlich reagiert. Nikon, Canon, Samsung, Olympus und Panasonic haben ihre Stabilisatoren in die Linsen geschoben, Pentax und Sony verbauen sie in den letzten Jahren im Kameragehäuse.
Beide Methoden haben Vor- und Nachteile. Ist die Kamera im Gehäuse am Aufnahmesensor verbaut, wird nur das Bild auf dem Sensor stabilisiert. Das Sucherbild hingegen ist – zumindest bei Kameras mit optischem Sucher – hingegen nicht stabilisiert, was z.B. beim manuellen Fokussieren sehr stört. Bei der Integration in die Objektive ist das Sucherbild ebenfalls stabilisiert, allerdings muss man bei jedem Objektivkauf die Stabilisator-Technologie wieder mitkaufen. Das lässt die Folgekosten der DSLR stark steigen.

Viel Spaß bei der Suche nach dem Wunsch-Objektiv!

Das war eine kleine Einführung in die Objektiv-Kunde. Hoffentlich können Sie jetzt Ihre Wahl so weit Einschränken, dass Sie einer Entscheidung für ein Objektiv näher gekommen sind.

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