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Energiesparlampen im Test

Ein EU-Beschluss hat das Schicksal der Glühbirne besiegelt: Sie muss gehen. Schließlich vermag die Energieschleuder gerade einmal fünf Prozent des Stroms in Licht umzuwandeln. Der Rest geht als Wärme verloren. Wesentlich effizienter und umweltschonend sind Energiesparlampen. Sie verbrauchen 65 bis 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen und setzen dabei bis zu 25 Prozent der Energie als Licht um.

Die höheren Anschaffungskosten relativieren sich, da Energiesparlampen fünfmal, teilweise sogar bis zu fünfzehnmal länger halten als Glühbirnen. Wenn sie denn über eine hohe Schaltfestigkeit verfügen, das heißt häufiges An- und Ausschalten des Lichts locker wegstecken können. Das ist jedoch nicht bei jeder Energiesparlampe der Fall, wie sich in den Tests der Fachpresse herausgestellt hat.

Des Weiteren haben die Testberichte gezeigt, dass einige Energiesparlampen teils mehrere Minuten benötigen, bis sie 95 Prozent ihrer vollen Helligkeit erreichen. Wer also mit Energiesparlampen Energie und Kosten sparen möchte, sollte sich zuvor von der Qualität der angebotenen Lampen überzeugen.

Praxis-Tipps: Energiesparlampen sind oft höher

Bei der Erstanschaffung einer Energiesparlampe für eine bereits vorhandene Lichtquelle muss aber künftig nicht darauf geachtet werden, dass die richtige Sockelgröße der Energiesparlampe auch passt, sondern unter Umständen auch auf die Länge derselben. Gerade gerne verwendete kleinere Tisch, Steh- oder Nachttischlampen haben oftmals einen nicht allzu hohen oder langen Lampenschirm, bei dem die meist doch deutlich längeren Energiesparlampen dann nicht nur unschön anzuschauen sind, weil sie herausragen, sondern zudem dann auch blenden können.

Wer die neue Lampe außerhalb des Wohnbereichs benutzen will, sollte darauf achten, dass sie dies auch aushält. Hier reichen die Herstellerangaben von „eingeschränkt im Außenbereich nutzbar“ bis hin zu „nicht für Außenbereiche geeignet“. Dimmbare Energiesparlampen sind noch relativ selten. Dafür haben einige eine Splitterschutzfolie, die beim Zubruchgehen alle Teile der Energiesparlampe zusammenhalten soll.

Die Lichtfarbe einer Energiesparlampe wird in Kelvin gemessen. Für den Wohnbereich reichen in der Regel etwa 2.700 Kelvin aus. Wer zum Beispiel an seinem Arbeitsplatz eine tageslichtähnliche helle Beleuchtung braucht, sollte zu einer Energiesparlampe mit cirka 6.000 Kelvin greifen.

Umrechnung der geringeren Wattzahlen für Energiesparlampen

Da die Helligkeit von Energiesparlampen nicht in Watt, sondern in Lumen (Im) gemessen wird, stellt sich das Problem der Umrechnung. Trotzdem kann man sich bei den Wattzahlen mit einer Faustregel behelfen, da Energiesparlampen eine etwa vier- bis fünffache Lichtausbeute gegenüber herkömmlichen Glühbirnen haben. Teilt man die Glühbirnen-Wattzahl durch vier oder fünf, hat man einen Anhaltspunkt für die Wattzahl der neuen Energiesparlampe.

Insofern würde man beispielsweise eine alte 40-Watt-Birne gegen eine 9 Watt Energiesparlampe austauschen. Eine alte 60 Watt-Glühbirne könnte man mit einer 13 Watt starken Energiesparlampe ersetzen. Bei 100 Watt würde sich demnach eine 20 Watt Energiesparlampe anbieten.

Umwelt-Tipps: Entsorgung

Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll, da sie Quecksilber enthalten – wenn auch nur in geringen Mengen. Sie sind daher als Sondermüll bei entsprechenden Annahmestellen zu entsorgen.

Noch mehr Energieeinsparpotential

Noch energiesparender wie Energiesparlampen sind LED-Lampen.

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