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Schraubstöcke und Schraubspanner im Test

Neben den recht mobil einsetzbaren Schraubspannern finden sich in dieser Kategorie auch etliche Schraubstöcke, deren häufigste Form der so genannte Parallel-Schraubstock ist. Schraubzwingen haben dagegen einen eigenen Bereich.

Schraubspanner sind nicht nur die erste Wahl, wenn es um eine leicht zu transportierende Spannvorrichtung mit wenig Gewicht geht, sondern auch dann, wenn nicht nur parallel sondern auch schräg gespannt werden soll. Die dabei zu erzielende Spannkraft ist jedoch nicht so hoch, wie bei den Schraubstöcken. Die außerdem natürlich auch noch einen Stabilitätsvorsprung haben - alleine schon wegen ihres meist zwischen vier und vierzehn Kilogramm gegenüber einen hundert Gramm bei den Schraubspannern liegt. Außerdem können Parallelschraubstöcke auch fest mit einer Werkbank verschraubt werden. Daneben finden sich auch noch Maschinenschraubstöcke, die zum Festspannen in Bohr- oder Fräsmaschinen eingesetzt werden und dabei auch mit Hydraulik oder Pneumatik ausgestattet sein können, um die höheren Spannkräfte zu übertragen.

Normalerweise öffnet sich ein Schraubstock nach vorne. Es gibt aber auch Modelle, deren Konstruktion sich nach hinten öffnet. Wer größere Werkstücke einspannen will, sollte darauf achten, dass sich der Schraubstock nicht nach hinten öffnet, da so keine langen Teile eingespannt werden können. Die anderenfalls einfach vorne an der Werkbank entlang nach unten geführt werden können. Runde Gegenstände, wie etwa Metallrohre lassen sich in einigen gängigen Parallelschraubstöcken ebenfalls ganz gut einspannen, aber bei weitem nicht in allen Modellen. Wer öfter mit diesem Problem zu kämpfen hat, wird vielleicht lieber auf einen Rohrschraubstock zurückgreifen wollen, bei dem der gerade aktuell benötigte Rohrdurchmesser eingestellt werden kann. Auch entstehen hierbei in der Regel weniger Dellen an den Rohren, da der Druck von vier anstatt wie beim Parallelschraubstock von nur zwei Seiten ausgeübt wird.

Gewöhnliche Parallelschraubstöcke werden gewöhnlich mittels einer Handkurbel bedient, deren Hebel die richtige Länge haben sollte, um nicht mittels eines zu hohen Drehmoments zuviel Druck auf die Spindel ausüben zu können. Das kann im schlimmsten Fall zu Rissen in der Backenführung oder in der Spindel bis hin zu kompletten Abrissen führen. Da diese in der Regel ohne Vorwarnung ruckartig auftreten, besteht hier durchaus ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Weshalb es zwischenzeitlich auch Parallel-Schraubstöcke im Handel gibt, die nicht aus Gusseisen sondern aus Stahl bestehen.

Verformungen an den Haltebacken können je nach ausgeübtem Druck durchaus vorkommen. Aber auch hier gibt es entscheidende Unterschiede. So fallen diese nicht nur unterschiedlich stark aus, sondern bilden sich bei einigen Schraubstöcken nach Beendigung des Spannvorgangs fast vollständig zurück, wobei andere Werkzeuge für immer verbogene Spannbacken behalten, die sich nicht wieder in ihre ursprüngliche Form zurückbilden. Im schlimmsten Fall müsste dann der komplette Schraubstock ausgetauscht werden. Einen deutlichen Vorteil bieten daher Schraubstöcke, die austauschbare Haltebacken haben. Auch gibt es Modelle, die über magnetische Spannbacken verfügen.

Praktisches Zubehör findet sich für Schraubstöcke auch in Form von Drehtellern, Klappmechanismen oder auch Liftfunktionen, die eine Höhenverstellung erlauben. Die Breite der Haltebacken selbst bewegt sich dabei meist von etwa 80 Millimetern bis hin zu 130 Millimetern. Am üblichsten sind 100 oder 120 Millimeter Breite.

Wichtige Hinweise zu den einzelnen Produkteigenschaften liefern die von uns zusammengestellten Herstellerdaten, Kundenmeinungen und Testberichte. Unter anderem auch zu einem weit verbreiteten Sicherheitsmanko, dem Fehlen einer so genannten Spindelsicherung. Öffnet man die Spannbacken eines Schraubstocks komplett, so kann ohne eine solche Sicherung der vordere Spannbacken herausfallen. Wenn man viel Glück hat, landet er dann nur auf dem Boden. Meist aber befinden sich die Füße des Heimwerkers direkt unterhalb des Schraubstocks, sodass hier eine nicht zu unterschätzende Verletzungsgefahr vorhanden ist.

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