Was?
Unabhängige Testberichte aus Fachzeitschriften

Cuttermesser im Test

Cutter oder auch Cuttermesser werden umgangssprachlich auch gerne einfach als Teppichmesser bezeichnet, da dies wohl eines der Haupteinsatzgebiete für die Trapezklingen-Messer im Hobby- und Heimwerkerbereich sein dürfte. Aber auch die Bezeichnungen Klingenmesser, Abbrechmesser oder Abbrechklingen-Messer sind hierfür durchaus gebräuchlich.

Die meisten dieser Messer verfügen über so genannte Schiebeklingen, die entweder einrasten oder auch gegen den Widerstand eines Federzugs aus dem schützenden Gehäuse geschoben werden. Gerade letztere Variante beansprucht speziell bei längeren Schneidearbeiten den Daumen doch erheblich mehr als die einrastende Schiebemechanik. Das kann auf die Dauer schon mal zu Ermüdungserscheinungen im Daumenbereich führen, weshalb sich diese Technik eher für kleinere Arbeiten eignet.

Daneben gibt es Cuttermesser, die über eine feststehende Klinge verfügen und auch noch Modelle, die als Klappmesser ausgeführt sind. Diese passen dann zwar bequem in jede Jacken- oder Hosentasche und sind somit angenehm und einfach zu transportieren, verfügen aber oftmals über recht kantige Griffenden, die die Ergonomie dieser Trapezklingenmesser negativ beeinflussen.

Etwas kritischer sollte man auch die oft vorhandenen, grundsätzlich praktischen Ersatzklingenköcher bzw. Reserve-Magazine betrachten. Diese können entweder an der nach oben zeigenden schmalen Seite des Abbrechmessers oder auch an der breiteren Seitenwand des Messergriffs angebracht sein. Manche dieser Klingenabdeckungen sind allerdings so schwergängig, dass hier bei unvorsichtigem Gebrauch sogar Verletzungsgefahr bestehen kann. Entsprechende Hinweise finden sich in den einzelnen Zusammenfassungen und Testberichten der jeweiligen Universalmesser.

Auch eine griffsichere Gummierung, die ein Abrutschen der Finger auf die Klinge verhindert, ist nicht unbedingt bei allen Messer Standard. Einige bereits getestete Cutter können bedingt durch ihre gerade Bauform auch auf dem Rücken liegen bleiben. Wenn diese dann nicht über eine Rückzugfeder verfügen, besteht bei gleichzeitiger offener Klinge auch hier Verletzungsgefahr, da man unabsichtlich in die Klinge fassen oder treten kann. Auch auf diese Gefahr wird in den Testberichten hingewiesen.

Ein Klingenwechsel ist in der Regel werkzeuglos möglich. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, bei denen die feststehende Klinge mit Hilfe eines Schraubendrehers festgeschraubt werden muss. Insofern kann es sich schon rentieren, ein paar wenige Euro für etwas mehr Bedienkomfort auszugeben. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass es sich bei Cuttermessern eher um ein relativ günstiges Werkzeug handelt, bei dem auch die teuersten Varianten noch unter 30 Euro zu bekommen sind. Wobei einige der Preisunterschiede auch in der unterschiedlichen Ausstattung der Messersets begründet sind, die teilweise neben Aufbewahrungstaschen oder Gürtelclips und Köchern auch noch eine veränderliche Anzahl von Ersatzklingen enthalten können, die bei anderen günstigeren Messern oft zusätzlich gekauft werden müssen.

In aller Regel sind Cutter mit Trapezklingen ausgerüstet. Es gibt aber auch Hersteller wie Stanley, die Messer mit zwei unterschiedlichen Schiebeklingen anbieten oder auch andere Messer-Sets, wie zum Beispiel von Bessey, die sogar fast zwanzig Klingen enthalten, die neben Trapez- und Hakenklingen auch noch Ausstech- und Linoleumklingen enthalten und somit für ein breiteres Einsatzgebiet und zum Schneiden diverser Materialien geeignet sind.

21 Produkte

Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versand. Preise können sich ändern. Hinweise