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Unabhängige Testberichte aus Fachzeitschriften

Unkrautstecher im Vergleich und Test

Unkrautstecher in der Übersicht / im Überblick der Vergleichstests

Die neueste Generation der Unkrautstecher ist eine wirkliche Innovation im Gartenbereich und bedeutet eine echte Rückenentlastung und Knieschonung. Wer kriecht schon gerne auf allen Vieren über seinen Rasen, nur um lästiges Unkraut zu entfernen? Hier haben sich Firmen wie:

  • Fiskars
  • Wolf Garten
  • Gardena
  • Dema
  • Idealspaten
  • SHW Schmiedetechnik Rex und
  • Freund

so einiges einfallen lassen, um dem Gartenfreund die Arbeit zu erleichtern.

Unkrautjäten im Stehen

Jetzt können Sie ganz einfach aufrecht stehend dem Nachwuchs von Disteln oder Löwenzahn den Garaus machen, indem Sie die Greifarme die Wurzel umfassen lassen und anschließend nur noch den Auswurfmechanismus betätigen. Diesen gibt es entweder in Form eines Druckknopfs oder als Schiebemechanik. Ein perfektes Ergebnis ohne Bücken, mit sauberen Händen und auch noch ganz ohne insektenschädliche Chemikalien – dank des Greifmechanismus. Ob Sie sich für ein günstigeres Hand-Modell ohne Stiel entscheiden oder lieber die Stand-Variante mit festem langen Stiel beziehungsweise einen höhenverstellbaren Teleskop-Unkrautstecher wählen, bleibt Ihnen überlassen. Unterschiede gibt es allerdings beim benötigten Kraftaufwand.

So haben Unkrautausstecher mit Fußtritt den Vorteil, das nicht soviel Armkraft aufwendet werden muss, was weniger ermüdend ist. Die Zinken oder Klingen haben jedoch auch recht unterschiedliche Längen von cirka 6 bis 25 Zentimetern, was besonders bei Unkräutern mit langen Pfahlwurzeln schon mal den entscheidenden Unterschied zwischen lediglich kurzfristiger oder dauerhafter Entfernung ausmachen kann. Bei einigen Unkrautentfernern stellten die Tester auch Probleme auf harten Böden fest, da dann beim Herausziehen schon mal die Wurzel abgerissen werden konnte und somit einer Neuaustrieb nicht verhindert werden kann. Die modernen Unkrautstecher sind in der Regel mit Stielen aus Stahl oder Aluminium ausgestattet. Wobei die Griffe in T- oder D-Form meist in Kunststoff ausgeführt sind.

Es gibt allerdings auch Unkrautstecher, die speziell mit harten beziehungsweise schweren Böden zurecht kommen und bis zu 25 Zentimeter lange geschmiedete Klingen ausweisen. Diese klassischen Unkrautstecher mit langlebigen Eschenholz-Stielen eignen sich somit nicht nur für den Einsatz im Garten, sondern speziell auch für Feld und Flur. Es gibt sie mit und ohne Hebelvorrichtung, wobei sie aber stets auch einen kraftsparenden Fußtritt haben, der zwar sehr stabil allerdings nicht klappbar ist, wie dies einige der moderneren Varianten aufweisen.

Die richtige Auswahl des Unkrautstechers

Wichtig für die Kaufentscheidung ist in erster Linie der gewünschte Einsatzzweck. Also zum Beispiel die Art der zu entfernenden Unkräuter und auch ob dies im Beet, in der Rasenfläche oder auf dem Acker geschehen soll.

Modell Vorteile Nachteile
Handgeräte ohne Stiel
  • geringster Platzbedarf
  • leicht verstaubar
  • geringstes Gewicht
  • günstigste Variante
  • im Beet und im Rasen einsetzbar
  • relativ lange Klinge
  • Bücken erforderlich
  • keine sauberen Hände
  • hoher Kraftaufwand für die Arme
  • kein Greifmechanismus
  • weniger für große Flächen geeignet
  • nur bedingt für die Feldarbeit einsetzbar
Unkrautstecher mit Stiel
  • kein Bücken beim Ausstechen und mit Greifmechanismus auch nicht beim Entsorgen
  • Hände bleiben sauber bei Geräten mit Greifmechanismus
  • geringere Beanspruchung der Armkraft bei vorhandenem Fußtritt
  • im Beet und auf der Rasenfläche einsetzbar
  • auch für mittlere und größere Flächen geeignet
  • relativ geringer Platzaufwand
  • leichter als Spezialstecher
  • günstige bis mittlere Preisklasse
  • etwas teurer als die Handmodelle
  • passen nicht mehr in die Schublade
  • teilweise relativ kurze Zinken oder Klingen
  • eher weniger für schwere Böden geeignet, Wurzeln können auch mal abreißen
  • eher weniger für die Feldarbeit geeignet
  • durch Kunststoffteile nicht ganz so robust und langlebig wie Spezialstecher mit Holz
Teleskop-Unkrautstecher

wie bei Unkrautstechern mit Stiel, aber zusätzlich:

  • Anpassung an die eigene Körpergröße
  • auch von verschieden großen Personen nutzbar
wie bei Unkrautstechern mit Stiel
Spezialstecher
  • besonders robust
  • langlebig
  • kommen auch mit stark verdichteten, schweren Böden zurecht
  • auch Wildkräuter mit besonders langen Pfahlwurzeln können entfernt werden
  • genau das richtige Werkzeug für die spezielle Anforderung
  • kein Greifmechanismus, dadurch Bücken und schmutzige Hände
  • größere Schadstellen durch die größeren Zinken oder Klingen
  • nur teilweise im Beet oder Rasen einsetzbar
  • relativ schwer
  • teuerste Variante

 

Spezielle Unkrautjäter

Je nach Art der zu entfernenden Wildkräuter werden hier auch spezielle Versionen, wie beispielsweise Ampferausstecher oder auch Distelausstecher angeboten, wobei natürlich auch Pfahlwurzler wie Löwenzahn und Jakobskreuzkraut entfernbar sind, auch wenn diese nicht unbedingt als Löwenzahn-Unkrautstecher bezeichnet sein müssen. Im Vergleichstest belegten diese klassischen Unkrautstecher eher hintere Plätze, da sie nicht den Bedienkomfort der modernen Unkrautstecher bieten können und man sich mit ihnen trotzdem bücken beziehungsweise die Hände schmutzig machen muss. Wer jedoch auch auf stark verdichteten Böden Wildkräuter entfernen will, wird wohl an dieser Art von Unkrautstecher nicht vorbeikommen.

Abmessungen von Unkrautstechern

Stiel-Länge
Die meisten Geräte für ein stehendes Arbeiten werden mit einer Höhe von etwas über einem Meter angeboten, wobei es auch hier Ausnahmen mit 1,1 oder 1,2 Metern gibt. Die Teleskop-Unkrautstecher haben in der Regel eine Verstellmöglichkeit im Bereich von 20 Zentimetern.

Klingen-/Zinken-Länge
Diese reicht von cirka 6 Zentimetern bis hin zu 25 Zentimetern.

Gewicht
Die leichtesten Unkrautentferner beginnen bei etwa 500 bis 960 Gramm. Die Unkrautstecher mit langen Klingen oder schweren Holzstielen können aber auch schon mal 1,2 oder 1,7 Kilogramm bis hin zu fast 2,2 Kilogramm auf die Waage bringen.

Preise für Unkrautstecher

Die kleinen Hand-Unkrautstecher ohne Greifmechanismus und ohne langem Stiel beginnen bereits ab ungefähr 7 Euro, bieten allerdings nicht die Bequemlichkeit der langen Unkrautjäter, die ab etwa 15,- Euro bis hin zu 40,- Euro kosten. Wobei besonders Greifmechanismus und Höhenverstellbarkeit für die Preisunterschiede verantwortlich sind.
Am teuersten sind die schweren Spezial-Unkrautentferner mit Holzstielen und massiven Hebebügeln und Fußtritten für die Feldarbeit. Diese müssen besonders strapazierfähig und langlebig ausfallen, um auch mit hartem Boden zurechtkommen zu können. Weshalb diese durchaus 40,- bis 50,- Euro und mehr kosten können.

Garantiezeiten

Je nach Material der Stiele, Griffe und Zinken bieten einige Hersteller deutlich verlängerte Garantiezeiten an, die schon mal 10 oder sogar 25 Jahre lang sein können.

Testberichte

Die Tests der Heimwerker-Fachzeitschriften beschränken sich nicht nur auf die Unkrautentferner für den Heim- und Gartenbereich sondern haben auch einige Unkrautentferner für den (semi-)professionellen Bereich untersucht, die im Garten- und Landschaftsbau oder auch in der Landwirtschaft zum Einsatz gebracht werden können. Je nach Zinken- oder Klingenform eignen sich einige davon nicht für den Einsatz auf dem heimischen Rasen, da sie dort zu große Löcher verursachen würden. Dafür kommen sie mit dem deutlich stärker verdichteten Ackerboden gut zurecht, bei dem die entstandenen Löcher kein Problem sind, da die Ackerkrume einfach wieder mit dem Fuß festgetreten wird. Auch verfügen diese nicht über eine Greiffunktion, wodurch sich der Nutzer dann zumindest dafür bücken muss. Da dies aber zwei der Kriterien sind, die Einfluss auf die Endnote haben, landen diese landwirtschaftlichen Geräte im Test eher auf den hinteren Plätzen, was aber einfach an ihrem anderen Einsatzzweck liegt.

Den jeweiligen Test mit Testergebnissen und dessen Testsieger finden Sie hier ebenso wie aktuelle Neuvorstellungen aus dem Jahr 2014. Neben Vergleichstests gibt es auch immer wieder Einzeltests, bei denen Neuheiten oder besonders innovative Produkte einzeln untersucht werden. Daneben nehmen wir selbst besonders interessante und oft gesuchte Waren mit in unsere Bestenliste auf, wenn diese gerade günstig zu kaufen sind, um Ihnen auch ohne Test eine Vorab-Kaufberatung, Entscheidungshilfe oder auch eine Kaufempfehlung bieten zu können. Dabei bemühen wir uns, Ihnen eine Marktübersicht mit den wichtigsten Hersteller für Unkrautstecher zusammenzustellen, die neben den Bewertungen auch Geräte enthält, die gebraucht zu kaufen sind.

Zum Schluss noch ein Tipp...

...was man Leckeres mit einigen der entfernten Unkräuter anstellen kann, die nicht auf dem Komposthaufen entsorgt werden sollten, um eine Neuverbreitung auszuschließen. Wer also keinen Hasen hat und auch nicht die Grünabfalltonne nutzen möchte, kann es ja einmal damit versuchen:

© Johanna Mühlbauer - Fotolia.com

Wildkräuter als Salat

Aus Wildkräutern wie Sauerampfer oder Löwenzahn lassen sich im Übrigen auch sehr leckere Salate herstellen. Vorausgesetzt man "erntet" sie von ungespritzten Böden und nicht vom Wegesrand, der oftmals durch Autoabgasrückstände oder Dünger verunreinigt sein kann.

Wen die Gänseblümchen oder Veilchen im englischen Rasen stören - auch diese sind essbar und machen sich besonders hübsch auf dem Salat. Weitere bunte, essbare Farbtupfer lassen sich aber auch mit den Blüten der Kapuzinerkresse, mit Rosen- oder Geranienblüten setzen.

Salat-Dressings mit Aceto Balsamico oder Haselnuß-Balsamico lassen sich ganz besonders gut noch mit Erdbeeren - am besten mit kleinen, aromatischen Walderdbeeren aus einer Ecke des eigenen Gartens ergänzen!

Wir wünschen guten Appetit!

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