Laminatböden im Test
Früher hatten die armen Leute Teppich und die besser gestellten Parkett. Dazwischen gab es wenig, vielleicht noch Fliesen für Badezimmer und Flur. Doch seit etwa zwei Jahrzehnten hat das Laminat Einzug in deutsche Durchschnittswohnungen gehalten. Laminatböden bestehen meist aus einer Holzfaserplatte, Papier und Melamin-Klebstoff. Das Wort Laminat kommt dabei vom "Laminieren", welches das schichtweise Verkleben unterschiedlicher Materialien beschreibt, wie es etwa auch bei alten Personalausweisen (Papier, Plastik) der Fall ist.
Während Parkett durchgängig aus Holz besteht, kommt beim Laminat eine günstige Trägerschicht zum Einsatz, die mit einer dünnen Dekorschicht verbunden wird. Das optische Dekor ist dabei auf ein Blatt Papier aufgedruckt, das wiederum von einer durchsichtigen und bei einigen Laminatfußböden strukturierten Schutzschicht bedeckt ist. Da die meist in Holzdekor ausgeführte Schicht entsprechend nur sehr dünn und eben nicht durchgängig vorhanden ist wie bei Echtholzparkett, kann man Laminat anders als Parkett nicht abschleifen.
Umso mehr ist es wichtig auf die Beanspruchungsklasse des Laminatfußbodens zu achten. Je höher diese Klasse, desto mehr kann der Fußboden beansprucht werden, ohne dass er Schaden nimmt. Während man bei Parkett Kratzer abschleifen kann, ist dies nämlich bei Laminat nicht möglich. Gerade im gewerblichen Bereich benötigt man widerstandsfähiges Laminat, das entsprechend teurer ist. Einige Laminathersteller bauen eine Trittschalldämmung in ihren Fußboden ein, was besonders in Etagenwohnungen empfehlenswert ist, wenn man die Nachbarn unter einem nicht zu sehr nerven möchte.
Laminatfußböden wurden früher durch Nut und Feder zusammengehalten, die miteinander verklebt wurden. Seit 1996 gibt es aber auch Klicksysteme, die sich mittlerweile sehr großer Beliebtheit erfreuen. Dabei werden zwei Laminatstücke über ein Stecksystem miteinander verbunden. Kleber ist nicht mehr nötig. Das Laminatverlegen ist durch solche technischen Innovationen mittlerweile sehr einfach geworden, so dass es eigentlich jeder ohne professionelle Handwerker hinbekommen sollte.
Man braucht im Wesentlichen eine Kreissäge zum Anpassen der Brettlänge und einen Gummihammer zum Zusammenfügen der Einzelteile. Der Handel bietet jedoch auch spezielle Laminatschneider an, bei denen man auf die maximal zu verarbeitende Materialstärke und -Breite achten sollte. Damit lassen sich je nach Hersteller neben Laminat (auch mit Echtholzfurnier und Trittschall) auch Parkett, Kork, PVC und Linoleum-Bodenbeläge schneiden. Laminat lässt sich gut direkt auf altem Teppichboden verlegen, der dann auch als Trittschalldämmung dient. Ist ein solcher nicht vorhanden, sollte man seinen Nachbarn zuliebe entweder eine spezielle Trittschalldämmung unter dem Laminat verlegen oder spezielles Laminat mit eingebauter Dämmung kaufen.
Der Laminatboden wurde übrigens 1977 von einer schwedischen Firma erfunden und 1980 auf den Markt gebracht. Das Klicksystem zur Verbindung der Laminatstreben ohne Klebstoff gibt es seit 1996, strukturierte Laminatoberflächen seit 2008.
58 Produkte
Top 3 Laminatböden
#1Obi Krono Xtreme
#2Kaindl Natural Touch 8.0
#3Laminat Depot Laminat 7 mm 7002 Eiche weiß
#4Laminat Depot Himalaya 8808
#5Logoclic X-Treme solid oak LX 5932
#6Elesgo Superglanz CLICK
#7Berry Floor Hydro Plus
#8Parador Classic 1040 Akustik
#9Kaindl ONE 10.0
#10Gerflor Senso Rustic
#11Meister LS 300 Laminat
#12Tarkett Woodstock 832
#13Meister Melango LD 300/20
#14Egger M3 Megafloor MF4579
#15Kaindl K4382 RE Eiche Fresco Bark
#16Kaindl Classic Touch 2.0
#17Berry Floor Riviera HydroPlus
#18Fin Floor original
#19Tarkett Lamin'Art 832
#20Parador Classic 1060 Walnuss
#21Meister Werke Compact-Clic Silence
#22ter Hürne Vitality Line
#23MeisterWerke Melango 20
#24Logoclic Honeymoon Vinto ED
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