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Unabhängige Testberichte aus Fachzeitschriften

Wandfarben im Test

Im Bereich Wandfarben haben wir Testergebnisse und Kundenmeinungen zu weißer und bunter Dispersionsinnenfarbe sowie Außenanstrichen gesammelt. Daneben finden sich hier auch Spezialanstriche, die speziell für das Überstreichen von verputzen Oberflächen gedacht sind und deren Struktur erhalten. Oder auch Farben, die einen Silber-Komplex als vorbeugenden Langzeitschutz gegen Schimmelpilzbefall beinhalten, der besonders in feuchtigkeitsgefährdeten Räumen wie Badezimmern, Waschküchen, Küchen und Kellerräumen auftreten kann. Eine besonders natürliche Alternative beim Schimmelschutz bieten die etwas aufwendiger zu verarbeitenden Kalkfarben.

Wer es ganz besonders edel liebt, kann sich auch das Goldrausch-Set ansehen, welches aus Goldrausch-Basis (eine Art Streichputz, der mit einer Effektkelle bearbeitet wird) und Goldrausch-Finish (die eigentliche Farbe) besteht und in der Lage ist, starke optische Akzente zu setzen. Zugegeben ein relativ hoher Arbeitsaufwand, aber da sich diese Art der Wanddekoration sowieso besser für kleinere Wandbereiche oder einzelne Wände empfiehlt, kann man sich für ein extravagantes Ergebnis schon mal ein bisschen mehr ins Zeug legen. Von der Namensgebung her nicht so edel wirkend, in der Umsetzung aber mit einem ähnlichen Effekt sind die Farben, die eine "Rost-Optik" erzielen sollen und ebenfalls über einen metallischen Schimmer verfügen. Die Gebindegrößen für Spezialeffekte sind entsprechend ihrem kleineren Einsatzgebiet geringer und liegen oft um einen Liter.

Auch die bereits fertig gemischten Farbanstriche für innen, die unverdünnt und spritzarm aufgetragen werden können, sind oft in kleinen Gebindegrößen von 1 Liter, 2,5 Litern oder 5 Litern erhältlich. Weiße Dispersionsfarbe wird meist im 5- bzw. 10-Liter-Eimer angeboten. Wer möchte kann sie mit Abtönfarben selbst farblich anpassen oder bereits fertig gemischt kaufen. Oder aber man nutzt einen praktischen Service vieler Baumärkte und Spezialgeschäfte, die eine Farbmischmaschine besitzen, bei der durch das Personal der individuell gewünschte Farbton computergesteuert zusammenstellt wird. Wer farbliche passende Dekogegenstände wie Gardinen oder Kissen mitbringt, kann den benötigten Farbton mittels eines Scanners ermitteln und anschließend anmischen lassen und zwar nicht nur für Dispersionswandfarben, sondern auch für Lacke. Sollte die Menge dann doch einmal zu klein bemessen gewesen sein, kann man jederzeit den gleichen Farbton nachmischen lassen.

Ein Erstanstrich sollte stets auf einem trockenen, sauberen und tragfähigen Untergrund erfolgen. Regelmäßiges Umrühren der Farbe ist nach wie vor unerlässlich. Am besten geht dies mit einer Bohrmaschine und einem Rührquirl. Das früher gerne verwendete Stöckchen hat nicht nur Nachteile bei der gleichmäßigen Vermengung der Farbpigmente, es ist auch deutlich anstrengender.

Nassabriebbeständigkeits-Klasse

Neben der Nassraumeignung einer Innenfarbe gibt es auch die so genannte Nassabriebklasse, die für die Haftung der getrockneten Farbe auf dem Untergrund steht. Hier erfolgt die Eingruppierung in fünf verschiedenen Klassen. In der höchsten Klasse 1 färbt der Anstrich nicht ab. Klasse 2 steht für scheuerbeständig und strapazierfähig, also beispielsweise für Flur, Küche und Kinderzimmer. Farben der Klasse 3 sind waschbeständig und eignen sich für weniger bzw. normal beanspruchte Wandflächen, was auf so gut wie alle Wände einer normalen Wohnung zutrifft. In den beiden Klassen darunter zeigt die Farbe beim Wischen einen deutlichen Abrieb, was sie für den Wohnbereich meist disqualifizieren dürfte. Für Geräteschuppen, das Innere der Gartenlaube oder auch für einen nicht repräsentativ genutzten Kellerraum sollten sie aber durchaus verwendbar sein.

Deckkraft-Klasse

Über die Deckkraft einer Farbe gibt die Deckklasse Auskunft. Klasse 1 hat eine Deckkraft von mindestens 99,5 Prozent, Klasse 2 mindestens 98 Prozent, Klasse 3 mindestens 95 und Klasse 4 unter 95 Prozent. Daneben sollte die neue Farbe aber natürlich auch noch möglichst geruchsarm sein. Trotz hoher Deckkraft der meisten modernen Wandfarben, wird meist mehr als ein Anstrich benötigt. Die angegebene Wartezeit bis zum Aufbringen der zweiten Farbschicht, also die Überstreichbarkeit, ist nur als Anhaltspunkt zu verstehen, der in Abhängigkeit von der Raumtemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit zu sehen beziehungsweise zu überprüfen ist. Bei einer Luft- und Untergrundtemperatur von unter nur wenigen Grad über Null führen Malerarbeiten in der Regel nicht zum gewünschten Erfolg.

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