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Lackfarben im Test

Lackfarben dienen in der Regel dazu, Holz oder Metall zu verschönern. Es gibt sie sowohl in seidenmatt, als auch glänzend und als Klarlack, Weißlack oder als Buntlack. Je nach Einsatzzweck lassen sich beispielsweise mit Fußbodenlack Kork-, Parkett- oder Holzböden und auch Holztreppen, Fenster und Türen behandeln. Etwas Vorsicht ist bei exotischem Holz mit hohem Ölanteil geboten. Hier sollte eine Probeanstrich durchgeführt werden, da wasserbasierte Lacke hier unter Umständen nicht einsetzbar sind. Buntlack findet neben Holz auch oft auf Metalluntergründen Verwendung. Dabei sollte Wert auf Schlag- und Kratzfestigkeit sowie auf Vergilbungsbeständigkeit gelegt werden. Blockfest sollte ein Lack speziell beim Auftrag auf Türen und Fenster sein.

Um einen ausreichenden Schutz vor Witterungseinflüssen, Nässe und haushaltsüblichen Reinigungschemikalien zu gewährleisten, sollte der Untergrund angeschliffen und anschließend gründlich gesäubert werden. Entweder per Hand oder bei größeren Flächen auch mit einer Lackfräse. Je nach Lackfarbe kann diese mittels unterschiedlicher Werkzeuge aufgetragen werden. Im Spachtelverfahren, mittels Roll- oder Streichverfahren sowie im Spritzverfahren. Die dafür benötigten Farb-Spritzpistolen finden sich in einer eigenen Kategorie, ebenso wie die meist bräunlichen Holzschutzlasuren für innen und außen.

Nach der ersten Grundierung sollte unbedingt eine ausreichende Trocknungszeit eingeplant werden. Bei einigen Lacken muss der erste Anstrich auch noch einmal ein Zwischenschliff mit einer feineren Körnung erfolgen. Es gibt aber auch Lackfarben, bei denen dieser Arbeitsschritt unnötig ist. Anschließend erfolgt in der Regel ein oder mehrere Deckanstriche, die in der Regel einen höheren Lackverbrauch haben als die Grundierung. Auch sollten die auf der Dose angegebenen Temperaturbereiche vor Arbeitsbeginn unbedingt beachtet werden, die schon mal erst bei mindestens +15°C beginnen und nicht über +30°C steigen dürfen. In Neubauten ist dies manchmal nicht ganz so einfach.

Auch gilt es manchmal noch zusätzliche Hinweise zu beachten, wie beispielsweise eine Mindestwartezeit von 14 Tagen nach der Verlegung des Bodens. Auch wenn einige Lacke bereits nach 8 Stunden vorsichtig begehbar sind, erreichen sie ihre volle Belastbarkeit oft erst nach etlichen Tagen. Auch ist bei den angegebenen Trocknungszeiten zu berücksichtigen, dass sich diese auf so genannte Normalbedingungen beziehen. Will meinen eine Temperatur von 20 Grad und eine relative Luftfeuchte von 55 Prozent. Liegt die Luftfeuchte höher und/oder die Temperatur niedriger, kann dies zu einer deutlichen Erhöhung der Trocknungszeit führen.

Lackfarben müssen natürlich ebenso wie andere Farben stets gut aufgerührt werden. Je nach Bedarf kann zwischen unterschiedlichen Gebindegrößen gewählt werden, die von 500 Millilitern bis hin zu 30 oder mehr Litern reichen können. Um bei mehreren Gebinden mit unterschiedlichen Chargennummern keine Farbunterschiede sichtbar werden zu lassen, sollten die Gebinde in einem größeren Behälter vorher gemischt werden.

Da sich ein kompletter Anstrich schon alleine durch die einzuhaltenden Trocknungszeiten in der Regel über Tage hinzieht, ist es ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn sich Rolle, Pinsel oder Spachtel einfach nur mit Wasser und Seife reinigen lassen.

Angebrochene Gebinde sollten möglichst kühl, aber gleichzeitig frostfrei gelagert werden. Luftdicht verschlossen sind sie dann schon mal bis zu einem Jahr wieder verwendbar.

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