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Unabhängige Testberichte aus Fachzeitschriften

Bügelbretter im Test

Bügeln ist eine der unbeliebtesten Hausarbeiten, aber unumgänglich. Um die lästige Arbeit angenehmer zu gestalten, reicht ein gutes Bügeleisen allein nicht aus. Auch das Bügelbrett trägt entscheidend dazu bei, wie schnell und leicht das Bügeln von der Hand geht. Dennoch wird viel zu oft am falschen Ende gespart und einfach zum erstbesten Angebot gegriffen. Warum es sich lohnt, mehr Überlegung in den Kauf eines Bügeltisches zu stecken, und worauf dabei zu achten ist, haben wir nachfolgend zusammengefasst.

Außerdem durchforsten wir regelmäßig Fach- und Verbraucherzeitschriften nach vergleichenden Tests zu Bügeltischen. Die Modelle, die im Test am besten abgeschnitten haben, führen unsere Produktübersicht an.

Klassische Bügelbretter

Von einem billigen Modell aus dem Discounter raten wir ab – selbst wenn man nur gelegentlich bügelt. Bei Billigangeboten besteht die Bügelfläche häufig nur aus einer dünnen Sperrholzplatte und einem unterfütterten Stoffbezug, der auf der Holzunterseite festgetackert ist.

Besser sind Bügeltische mit einem Metallgitter, das mit Schaumstoff oder Filz gepolstert und einem durchlässigen Bezug bespannt ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn man anstelle eines Trockenbügeleisens ein Bügeleisen mit Dampffunktion nutzt. Durch das Metallgitter kann der Dampf besser entweichen. Bei einer Bügelfläche aus Holz wäre der Bezug nach wenigen Wäschestücken durchnässt.

Der Bezug ist in aller Regel abnehmbar und kann bei Bedarf gewaschen oder gewechselt werden. Die Polsterung darunter darf nicht zu dünn sein, damit das Gittermuster beim Bügeln nicht durchdrückt und das Bügeleisen leichter über die Wäsche gleitet. Überaus wichtig ist auch, dass das Bügelbrett stabil und sicher steht. Ein wackeliger Bügeltisch erschwert das Bügeln nicht nur, sondern stellt eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle dar. Deshalb legt die Fachpresse in ihren Tests großes Augenmerk auf die Standfestigkeit von Bügeltischen. Darüber hinaus bewerten die Tester den Aufbau und die Handhabung. Bügeltische mit geringem Gewicht sind zwar leichter aufzubauen und zu transportieren, stehen aber oftmals instabil. Die gegenseitige Beeinflussung von Gewicht und Standfestigkeit ist also gut abzuwägen.

Jedes Bügelbrett ist in der Höhe variierbar, damit der Nutzer sowohl im Stehen als auch im Sitzen angenehm arbeiten kann. Die meisten Modelle sind in mehreren Stufen höhenverstellbar; einige Bügeltische verfügen aber auch über eine stufenlose Höhenregulierung.

Überdies warten einige Bügelbretter mit Extras wie einer integrierten Steckdose und einer Kabelhalterung auf. Letztere stellt sicher, dass das Kabel beim Bügeln nicht im Weg ist oder mit der heißen Bügeleisensohle in Berührung kommt. Die Steckdose sorgt für mehr Bewegungsfreiheit. Wer öfter Hemden und Blusen bügeln muss, achtet auf ausklappbare Schulterteile oder ein separates Ärmelbrett (manchmal im Lieferumfang inbegriffen, manchmal als Zubehör erhältlich). Weitere praktische Details sind zum Beispiel zusätzliche Ablageflächen für die Bügelwäsche und/oder Aufhängevorrichtungen für Kleiderbügel.

Aktiv-Bügeltische für Dampfbügelstationen

Wer ein Dampfbügeleisen nutzt, das keine allzu hohe Dampfmenge produziert, kann bei einem klassischen Bügeltisch bleiben. Vielbügler hingegen, die ein leistungsstarkes Dampfbügeleisen oder gar eine Dampfbügelstation nutzen, kommen nicht um einen sogenannten Aktiv-Bügeltisch herum. Aktive Bügeltische sind deutlich teurer als konventionelle Bügelbretter, unterstützen das Bügeln aber durch ihre Saug- und Gebläsefunktion.

Ohne die Saugfunktion würde die Wäsche aufgrund der hohen Dampfproduktion nur durchnässt und nicht gebügelt werden. Sie zieht den Dampf durch die Textilien und den Bezug samt Polsterung hindurch und leitet ihn ab, sodass sich kein Kondenswasser bilden kann. Außerdem wird die Bügelwäsche durch das Ansaugen regelrecht auf dem Bügelbrett fixiert: Die Wäsche lässt sich leichter faltenfrei bügeln, da sie nicht verrutscht und der Dampf die Textilfasern optimal durchdringen kann.

Mit der Gebläsefunktion lassen sich vor allem empfindliche Textilien schonender glätten, indem der Aktiv-Bügeltisch Luft nach oben ausstößt und den Bezug leicht aufbläst. Das Durchdrücken von Nähten und Knopfleisten soll dadurch ebenfalls verhindert werden.

Manche Aktiv-Bügeltische verfügen zudem über eine Heizfunktion, die beim Trocknen feuchter Bügelwäsche tatkräftig mithilft, da hier die Hitze auch von unten an die Textilien gelangt. Häufig kann die Heizfunktion auch ohne Saug- bzw. Gebläsefunktion genutzt werden.

Abgesehen von der Saug- und Gebläsefunktion gibt es für Besitzer einer Dampfbügelstation aber noch einen weiteren guten Grund, sich für einen aktiven Bügeltisch zu entscheiden. Viele herkömmliche Bügeltische bieten weder genug Abstellfläche noch ausreichend Standfestigkeit für eine Dampfbügelstation, die nicht nur größer ist als ein einfaches Bügeleisen, sondern auch deutlich mehr wiegt. Aktive Bügeltische hingegen sind ausdrücklich für die Verwendung mit einer Dampfbügelstation gedacht. Sie bringen eine großzügige Abstellfläche und die notwendige Stabilität mit. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte aber dennoch Tests der Fachpresse zurate ziehen, die Auskunft über die Standfestigkeit der einzelnen Modelle geben.

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