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APS-C-Kameras im Vergleich und Test


Hier finden Sie eine Übersicht über aktuelle APS-C-Kameras im Test. Wir schauen uns regelmäßig in den Print- und Online-Medien nach neuen Testberichten zu Spiegelreflexkameras mit ASP-C-Sensoren um, tragen daraus alle Informationen zusammen und stellen diese vor. So haben Sie nicht nur einen, sondern gleich alle Tests zu einer APS-C-Kamera vor Augen und können die verschiedenen Modelle besser vergleichen.

Ihre Suche können Sie anhand der Filter verfeinern, um z.B. nur APS-C-Kameras einer bestimmten Preisklasse, mit Touchscreen oder einem spritzwasserfestem Gehäuse anzeigen zu lassen.

Was sind APS-C-Kameras?

APS-C-Kameras werden alle DSLRs genannt, die eine Sensorgröße von ca. 22,5 x 15 mm haben. Es hat sich zwar die Bezeichnung "APS-C-Kameras" für diese Klasse durchgesetzt, eigentlich ist das aber begrifflich nicht korrekt. APS-C steht für "Advanced Photo System Classic" und wurde anno dazumal für eine bestimmte Filmgröße analogen Films verwendet. Canon wählte dieses Format für die Sensoren seiner noch jungen DSLR-Klasse. Bei Nikon läuft das vergleichbare Sensorformat unter "DX" und ist ca. einen Millimeter an jeder Kante größer, auch Pentax und Sony halten sich nicht an die Millimeterangaben des klassischen APS-C-Formats. Fakt ist aber: spricht man mit Kamera-Kennern vom APS-C-Kameras, sind solche mit einem Sensor mit Kantenlängen von 22,5 bis ca. 15 mm gemeint, plus-minus ein bis zwei Millimeter.

Es gibt übrigens nicht nur Spiegelreflexkameras mit APS-C-Sensor. Auch in der Systemkameraklasse, also bei Kameras mit Wechseloptik und ohne Schwingspiegel, gibt es viele Modelle mit APS-C-Sensor. Auch bei den Kompaktkameras haben einige besonders hochwertige Modelle einen Sensor im APS-C-Format.

Die Geschichte des "kleinen" Sensors

Durchgesetzt hat sich das APS-C-Format ursprünglich aus Kostengründen. Als die Sensortechnologie noch jung und sehr, sehr teuer war, machte man die Sensoren kleiner als das bis dato übliche Kleinbildformat von 36 x 24 mm. Darum hieß das APS-C-Format früher auch Halbformat, während das größere Kleinbild-Format (übernommen aus der analogen Fotografie) heute primär unter Vollformat gehandelt wird – eben im Vergleich zum kleinen APS-C-Sensor. Bis heute sind Vollformat-Kameras im Schnitt wesentlich teurer als APS-C-Modelle.

Der Crop-Faktor von APS-C-Kameras

APS-C-Kameras haben eine Besonderheit, über die man vor dem Kauf informiert sein sollte. Die Brennweite eines 35-mm-Objektivs verlängert sich an einer APS-C-Kamera auf etwas über 50 mm. Objektive sind also an einer APS-C-Kamera um den Faktor von ca. x1,5 ins Tele verschoben. Der Grund liegt im Crop-Faktor (also Stutz-Faktor) von APS-C-Sensoren.
Der Crop-Faktor ist schnell erklärt: Das vom Objektiv einfallende Licht fällt auf eine bestimmte Fläche. Ein Vollformat-Sensor deckt aufgrund seiner Größe davon mehr ab als ein kleiner APS-C-Sensor. Der Ausschnitt der om Objektiv ausgeleuchteten Fläche, der vom ASP-C-Sensor abgedeckt wird, ist also kleiner als der eines Vollformatsensors. Sprich: Nimmt man ein Foto je mit einer Vollformat- und einer APS-C-Kamera bei gleicher Brennweiteneinstellung auf, sind die Fotos von der APS-C-Kamera "näher dran".

Vollformat Crop-Faktor APS-C-Sensor
Vergleich: Vollformat-Aufnahme und Aufnahme mit einem APS-C-Sensor

Bei der Wahl zwischen Vollformt- und APS-C-Kamera gibt es einiges zu bedenken. Hier haben wir die wichtigsten Vorzüge und Nachteile von APS-C-Kameras aufgelistet:

Vorteile von APS-C-Kameras

  • APS-C-Kameras sind im Schnitt leichter und kompakter als Vollformat-Modelle. Ein kleinerer Sensor ermöglicht auch kleinere Kameragehäuse und ein niedrigeres Gewicht. Das mag zunächst nicht wichtig klingen. Doch hat die Praxis vielfach bewiesen, dass für einen Spaziergang die schwere Vollformat-Ausrüstung häufiger im Schrank liegen bleibt als eine leichtere APS-C-Kamera. Und die beste Kamera ist bekanntlich immer die, die man dabei hat.
  • Der ursprüngliche Grund für den kleinen Sensor ist auch heute noch wichtig: APS-C-Kameras sind nach wie vor viel günstiger als die Vollformat-Verwandtschaft. Das hat aber nicht nur mit dem Sensor zu tun. Vollformat-DSLRs sind meistens für Profis oder sehr ambitionierte Hobby-Fotografen konzipiert und bieten eine sehr umfangreiche Ausstattung. Die schlägt sich ebenfalls im Preis nieder. Einsteiger-Spiegelreflexkameras hingegen haben meistens nicht nur einen kleineren Sensor, sondern auch eine kleinere Ausstattung – die aber für die meisten Einsteiger vollkommen reicht. Darum gibt es bereits APS-C-Kameras für ca. 400,- Euro.
  • Auch bei den für APS-C-Kameras gerechneten Objektiven sind die beiden oben genannten Punkte gültig. APS-C-Objektive sind im Schnitt leichter, kompakter und günstiger als Objektive, die für das Vollformat gerechnet wurden. Das hat mehrere Gründe: Sie haben im Schnitt nicht so viel Glas verbaut, brauchen nur einen kleineren Bildbereich optimal auszuleuchten und APS-C-Kameras sind in puncto Abbildungsqualität nicht so anspruchsvoll wie ihre Vollformat-Geschwister.
  • Gleichzeitig können aber auch Vollformat-Objektive an APS-C-Kameras verwendet werden – sofern die APS-C- und die Vollformat-Kameras mit dem gleichen Bajonett ausgestattet sind. Vor allem bei Canon und Nikon zieht die Abwärtskompatibilität von Vollformat-Objektiven eine extrem große Objektiv-Auswahl nach sich.
  • APS-C-Kameras sind bessere Kameras für Einsteiger. Wer neu in der digitalen Fotografie ist, hat eine Menge zu lernen. Das soll keine Entmutigung sein, schließlich hat jede Kamera eine Vollautomatik, die es auch Anfängern erlaubt, korrekt belichtete Fotos zu schießen. Nichts desto trotz bringt die Fotografie mit Spiegelreflexkameras einige Tücken mit sich. APS-C-Kameras verzeihen viele Einstellungsfehler eher als Vollformat-Kameras – Zum Beispiel bei einer nicht ganz perfekt gesetzten Schärfe, die bei einer APS-C-Kamera durch die höhere Tiefenschärfe bei gleicher Blende weniger stark auffällt.
  • APS-C-Kameras haben mit lichtstarken Objektiven eine höhere Schärfentiefe. Als einer der Vorteile von Vollformatkameras wird häufig besungen, dass man im Zusammenspiel mit einem lichtstarken Objektiv ein Motiv besonders gut freistellen kann. Dabei ist das Motiv scharf, der Hintergrund aber  stark verschwommen. Das ist z.B. für Porträts sehr gut, gelegentlich ist aber der umgekehrte Effekt erwünscht: Oft möchte der Fotograf möglichst viele Ebenen des Bildausschnitts scharf haben. Und da stoßen Vollformat-Fotografen vor allem bei wenig Licht schnell auf ein Problem, das APS-C-Fotografen nicht haben. Bei wenig Licht macht man die Blende auf (mehr Licht auf dem Sensor bei gleicher Belichtungsdauer), was aber auch zu einer kleineren Schärfeebene führt (auf die Physik hinter diesem Phänomen gehen wir an dieser Stelle nicht weiter ein). Die Schärfeebene ist bei APS-C-Kameras unter den gleichen Bedingungen größer. Möchte man also ein durchgehend scharfes Foto haben, auf dem der Hintergrund nicht verschwimmt, ist das bei suboptimalen Lichtverhältnissen mit einer APS-C-Kamera besser zu realisieren als mit einer Vollformatkamera.
  • Nicht zuletzt ist für viele Anwendungsbereiche der Crop-Faktor ein großer Vorteil. Die effektive Brennweitenverlängerung macht aus jedem Tele ein noch stärkeres Tele. Eine 300-mm-Brennweite wird an einer APS-C-Kamera zu ca. 450 mm. Das erleichtert z.B. den Einstieg in die Vogel-Fotografie enorm, denn mit den Brennweiten steigt normalerweise auch der Preis der Objektive.

Nachteile von APS-C-Kameras

  • Aus dem Vorteil wird aber auch schnell ein Nachteil, wenn es in das andere Brennweitenextrem geht: Der Weitwinkelbereich lässt sich durch den Crop-Faktor schwerer erreichen. Ein 24-mm-Brennweite verlängert sich an einer APS-C-Kamera auf langweilige 36 mm, also den klassischen Normalbrennweitenbereich. Um 24 mm an einer APS-C-Kamera zu bekommen, muss man auf ein 16-mm-Objektiv zurückgreifen. Umso schwerer sind noch stärkere Weitwinkel zu bekommen.
  • Das oben angesprochene Zusammenspiel aus Blendengröße und Schärfentiefe hat bei APS-C-Kameras auch zur Konsequenz, dass Freistellungseffekte mit lichtstarken Objektiven schwerer umzusetzen sind, da die Schärfeebene bei ihnen größer ist.
  • Auch muss man bedenken, dass der Vergrößerungsfaktor des optischen Suchers mit der Sensorgröße korreliert. Sprich: APS-C-Kameras haben kleinere Sucher. Das mag in Zeiten des Live-View-Modus auf dem Display nicht wichtig erscheinen – allerdings ist für ASP-C-Fotografen der Blick durch den großen, brillanten Sucher einer Vollformatkamera jedes Mal mit Wehmut verbunden.
  • Last but not least: die Bildqualität. Ja, es stimmt. Die Bildqualität von APS-C-Kameras unterliegt im Vergleich zu den großen Vollformat-Sensoren. Im Schnitt haben die Pixel auf einem großen Vollformat-Sensor schlicht mehr Platz, sind größer und haben darum vor allem bei wenig Licht sehr viel mehr Reserven. Wer also viel Available-Light-Fotografie betreibt oder auf Konzerten oder im Theater ohne Aufhellung fotografiert, für den ist das Leben mit einer Vollformat-Kamera sehr viel stressfreier. Allerdings ist der Bildqualitätsunterschied bei Tageslicht nur noch marginal – vor allem, wenn man die besseren APS-C-Modelle als Referenz heranzieht.

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